Bildungsstaatssekretär Thomas Härtel zum Warnstreik am Pestalozzi-Fröbel-Haus

"Ich habe kein Verständnis dafür, dass auf dem Rücken von Eltern und Kindern ein Tarifstreit ausgetragen wird, obwohl für die Erzieher/innen und die Verwaltungsangestellten ein unterschriftsreifer Tarifvertrag vorliegt. Für diese Beschäftigten hat der Senat stets die Zustimmung zum Abschluss einer Regelung vergleichbar dem Anwendungstarifvertrag erklärt.

20.10.2004 Berlin Pressemeldung Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung

Umstritten ist lediglich der Tarifvertrag für die angestellten Lehrerinnen und Lehrer. Für diesen Personenkreis ist im Land Berlin ein Tarifvertrag 2003 nicht zustande gekommen, da die GEW die Unterschrift unter den Anwendungstarifvertrag hinsichtlich der Lehrkräfte verweigert hat.

Dennoch sind wir für die beiden Stiftungen des öffentlichen Rechts zum Abschluss eines Tarifvertrages auch für die Lehrkräfte bereit. Die GEW lehnt es allerdings ab, Bedingungen zu akzeptieren, die mit den Bestimmungen der verbeamteten Lehrkräfte vereinbar sind.

Der Senat hat das Angebot gemacht, den Angestellten - wie den Lehrkräften im Beamtenverhältnis - 7 Tage effektiven Freizeitausgleich zu gewähren.

Die GEW hat hier keine Kompromissbereitschaft erkennen lassen.

Da eine kurzfristige Lösung des Konflikts nicht möglich erscheint, kann für die Erzieherinnen und Erzieher sowie Verwaltungskräfte umgehend ein gesonderter Tarifvertrag abgeschlossen werden.

Deshalb und aufgrund der Tatsache, dass im Pestalozzi-Fröbel-Haus nur 8 Lehrkräfte beschäftigt sind, halte ich es schlichtweg für verantwortungslos, Kitas zu bestreiken."


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden