KiTa Ticker didacta 2012

Bündnis frühkindliche Bildung - Politik nimmt Verantwortlichkeit nicht an - Unzulänglichkeiten im Elementarbereich werden verdrängt!

15.02.2012 Artikel

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Die Kritik war eindeutig: "Die Politik" nimmt ihre Verantwortlichkeit nicht ausreichend war.

Viele Akteure und eine große Unübersichtlichkeit lassen es zu, dass Verantwortungen hin und her geschoben und so mehr Investitionen in die qualitativen Bedingungen - neben den Mitteln für "Beton" - bereit gestellt werden. Die Kritik von Prof. Dr. mult. Fthenakis, Norbert Hocke und Prof. Dr. Stefan Sell wurden anhand von Beispielen aus aktuellen Fröderprogrammen belegt, auch wenn Xenia Roth für das Land Rheinland-Pfalz auf herausragende Initiativen dieses Bundeslandes verweisen konnte.

Es gibt viele Akteure. Es fehlt aber ein Masterplan für den qualitativen Ausbau. Die derzeitigen Bedingungen in den Tageseinrichtungen (Personalschlüssel) nehmen eine Kindeswohlgefährdung in Kauf. Die bestehenden Erkenntnisse über qualitative Notwendigkeiten wurden bisher nicht umgesetzt. In unzutreffender Weise werden die Förderbedingungen aus der Sicht von Erwachsenen definiert, so z.B. in Bezug auf die Notwendigkeit der Vereinbarung von Familie und Beruf, aber nicht von der Bedarfslage des Kindes her bestimmt, so dass sich dann ganz andere Anforderungen an die Rahmenbedingungen stellen würden. Der Fachkräftebedarf ist bekannt,die Arbeitsbedingungen gerade für Berufseinsteigende sind wenig attraktiv, die Vergütungssituation ist unzulänglich - aber es passiert erkennbar kaum etwas.

Zu diesen und weiteren Feststellungen zur aktuellen Situation wurde festgestellt, dass diese Einschätzungen eigentlich nicht neu seien und, auch wenn an dem förderalen System kurzfristig keine Änderung erfolge, zumindest in Bezug auf die Bildungsorientierungen, das Finanzierungssystem und in der Fachkräftequalifizierung bundesweite Orientierungen gelten und entsprechende Förderungen einsetzen müssten.

Die Politik sei in der Verantwortung. Sie sei bedauerlicherweise häufig nicht darauf ausgerichtet, Probleme zu lösen, sondern sich selber zu bestätigen, so dass häufig nur "Trostpflaster-Progrämmchen" aufgelegt würden, die durchaus berechtigte Kritik an der bisherigen Praxis beinhalten.

Halbherzigkeit führe aber heute nicht mehr weiter - Wir können nicht mehr länger warten, lautete auch eine Forderung von einem Zuhörer gegen Ende der Veranstaltung.


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