"Deutschland sollte sich mit wichtigeren Bildungsthemen beschäftigen"

(bikl) Am 28. August ist Dudentag. Dann nämlich soll die aktuelle Ausgabe der "Rechtschreibbibel" mit allen für Schulen und Behörden ab dem 1. August 2005 verbindlichen neuen Regeln erscheinen. Jetzt hat aber die Kultusministerkonferenz das Thema Rechtschreibreform erneut auf ihre Tagesordnung gesetzt. Die Reform war in den letzten Wochen von immer mehr Ministerpräsidenten und der Kulturstaatsministerin Christina Weiss kritisiert worden.

28.07.2004 Artikel

bildungsklick.de fragte Klaus Holoch, den Sprecher des Bibliograhischen Instituts, Mannheim: Werden jetzt die Druckmaschinen angehalten?

Holoch: Nein. Wir betrachten die aktuelle Diskussion als klassisches Theater im Sommerloch und gehen davon aus, dass das gilt, was schriftlich vorliegt. Die Präsidentin der deutschen Kultusministerkonferenz, Doris Ahnen hat in einem Brief an die Dudenredaktion vom 5. Juli 2004 geschrieben: 'Die Kultusministerkonferenz hat in ihrer 306. Plenarsitzung am 03./04. Juni 2004 dem vierten Bericht der zwischenstaatlichen Kommission für deutsche Rechtschreibung sowie dem ergänzenden Bericht vom 18. Mai zugestimmt. Die im vierten Bericht sowie im ergänzenden Bericht enthaltenen Änderungen treten mit Ablauf der Übergangszeit am 01. August 2005 in Kraft.'

Holoch weiter: "Die Dudenredaktion nimmt dies als eine offizielle Bestätigung dafür, dass es bei der neuen Rechtschreibung bleibt."

Mit anderen Worten: Der Zeitplan wird eingehalten und die Farbe Gelb am 28. August in den Buchhandlungen dominieren. "Deutschland", so Klaus Holoch, "sollte sich besser mit Bildungsthemen beschäftigen, die deutlich wichtiger sind."


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