GEW Bremen leitet Urabstimmung über Tarifergebnis ein!
Nach erfolgter Einigung in der Tarifauseinandersetzung des öffentlichen Dienstes wird die GEW Bremen die an der Urabstimmung zum Streik aufgerufenen Mitglieder nunmehr zu einer zweiten Urabstimmung über die Annahme des Ergebnisses aufrufen.
22.05.2006 Bremen Pressemeldung GEW BremenLandesvorstandssprecher Gloede-Noweck zeigte sich zuversichtlich, dass die überwiegende Mehrheit der Mitglieder den ausgehandelten Abschluss übernehmen werde. "Es gibt mit diesem Abschluss keinen Grund zum Jubeln. Die durchschnittliche Arbeitszeitverlängerung sowie die Regelungen zu den Jahressonderzahlungen (ehemals Weihnachts- und Urlaubsgeld) sind Kröten, die geschluckt werden mussten."
Positiv hervorzuheben sei aber insbesondere, so Gloede-Noweck weiter, dass es mit diesem Abschluss gelungen sei, alle seit 2003 eingestellten Beschäftigten wieder unter ein Tarifdach zu kriegen und für diese deutliche Verbesserungen zur jetzigen Situation zu erkämpfen. "Dies gilt in Bremen gerade für viele Kita-Beschäftigte, die gerade aufgrund ihrer Streikbereitschaft zukünftig mit der 38,5-Stunden-Woche rechnen können". Auch die Einmalzahlungen für die Jahre 2006 und 2007 seien zumindest für die unteren und mittleren Einkommensgruppen als Erfolg zu werten.
Nicht erreicht werden konnte die Tarifierung der Arbeitszeit für angestellte Lehrkräfte. Hier gilt weiterhin der Verweis auf das Beamtenrecht. Aber es werde eine Tarifierung der Entgeltordnung für Lehrkräfte geben.
Als nächsten Schritt erwarte die GEW nun die Übertragung der Ergebnisse auf die Beamten, hier insbesondere die Vereinbarungen zu Einmalzahlungen für 2006 und 2007.
Gesprächen über Beschäftigungssicherung stehe die GEW offen gegenüber. Allerdings dürfe es dabei nicht zu weiteren materiellen Einschnitten kommen, betonte Gloede-Noweck.
Keine Kommentare vorhanden