GEW: Kita-Streik ist notwendig, Senat muss sich endlich bewegen!

Weit über 1200 Kolleginnen und Kollegen von Kita Bremen sind dem Streikaufruf der Gewerkschaften GEW und ver.di gefolgt und haben die Kitas dicht gemacht, begleitet auch von den Beschäftigten des DRK, die ebenfalls in der Tarifauseinandersetzung stehen.

21.02.2008 Bremen Pressemeldung GEW Bremen

Dabei ging es nicht nur um die Forderung nach mehr Lohn und einer besseren Eingruppierung und um die Zurückweisung eines Arbeitgeberangebots, dass weiteren Reallohnverlust zur Folge hätte! "Es geht den Erzieherinnen und Erziehern von Kita Bremen auch darum, endlich in den kommunalen Tarifvertrag übergeleitet zu werden – so wie alle öffentlich beschäftigten ErzieherInnen bundesweit auch", betont Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher der GEW. Im Moment gilt noch der Tarifvertrag Länder. Hier ist Senatorin Linnert aufgefordert, endlich Einsicht zu zeigen und sich zu bewegen.

Aber es geht in den Kitas um noch mehr: Die geplanten Strukturveränderungen in den bremischen Kitas (Regel-, Index- und Schwerpunkt-Kitas) mit unterschiedlichen Personalstundenzuweisungen schließen weder Gerechtigkeits- noch Bedarfslücken, so Gloede-Noweck weiter. Die zusätzlichen Personalstunden würden durch Angebotsausweitungen wie verlängerte Öffnungszeiten in Brennpunkten und Ferien sowie durch Kürzungen im Bereich der Hilfen für behinderte Kinder nahezu aufgefressen. Dieses Programm ist mitnichten ein wirklicher Einstieg in die notwendige "Zweitkraftausstattung" der bremischen Kitas. Entlastungsstunden für ErzieherInnen für Elterngespräche und für die Dokumentation der Entwicklung der Kinder sind nicht vorgesehen, die Arbeitsbedingungen werden nicht verbessert. Dies gelte im Übrigen auch für die Arbeit im Bereich der unter-3-Jährigen.

Frühkindliche Bildung kann sich nur weiter entwickeln, wenn sie von hoch qualifiziertem und motiviertem Personal unterstützt und initiiert wird. Dabei sind eine gerechte Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen zwei Seiten einer Medaille, so der GEW-Sprecher. Diesen Zusammenhang gelte es auch in Zeiten des Streiks deutlich zu machen.

Mit Blick auf die bevorstehenden Haushaltsberatungen erklärte Gloede-Noweck: "Schuldenfrei, aber arm und dumm ist auch keine erstrebenswerte Alternative für dieses Bundesland."

Ansprechpartner

GEW Bremen

Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden