In Günzburg hat die Zukunft des Kindergartens bereits begonnen

Das Modellprojekt "KiDZ - Kindergarten der Zukunft in Bayern" setzt neue Akzente in der frühen, individuellen Förderung: Eine Grundschullehrerin und das pädagogische Fachpersonal des Kindergartens arbeiten in einem Team zusammen. Sie bilden eine Einheit mit dem Ziel, die Kinder im Kindergarten individueller zu fördern. Das Modellprojekt KiDZ läuft seit Beginn des Schuljahres 2004/05 an drei Standorten in Bayern, einer davon ist in Günzburg. 21 KiDZ-Kinder besuchen in Günzburg bereits die Grundschule. KiDZ wird von Professor Hans-Günther Roßbach von der Otto-Friedrich-Universität Bamberg wissenschaftlich begleitet und evaluiert.

30.06.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir haben das Projekt gestartet, um wissenschaftlich fundierte Möglichkeiten der Frühförderung in Zusammenarbeit zwischen Kindergarten und Grundschule zu entwickeln", sagte Staatssekretär Bernd Sibler am Montag in Günzburg. Erste Ergebnisse zeigten deutlich den Erfolg der frühen Förderung: Zum einen machten Kinder aus benachteiligten Familien enorme Fortschritte, zum anderen könnten Talente frühzeitig entdeckt werden. Die Verzahnung zwischen Kindergarten und Grundschule sei der richtige Weg. "Ich bin beeindruckt vom Lerneifer und von der Lernlust der Mädchen und Buben", so Sibler.

vbw-Präsident Randolf Rodenstock betonte: "Entscheidend ist, dass wir Kindern und Jugendlichen eine gute Bildung bieten können. Und die fängt bereits im Kindergarten an. Hier werden Weichen gestellt, die den lebenslangen Bildungsverlauf prägen. Wohlgemerkt: Hier geht es nicht um eine Verschulung der frühen Kindheit. Es geht darum, Kindergärten auch als Orte des Lernens und der Bildung zu begreifen und frühe Chancen nicht zu verpassen. Genau diese Bildungschancen ermöglicht KiDZ - deswegen unterstützen die bayerischen Arbeitgeberverbände das Projekt sehr gern. Bildung wird wie kein anderer Bereich die Zukunft unserer Gesellschaft beeinflussen."

Im KiDZ-Kindergarten erwerben die Kinder neben Schlüsselkompetenzen zugleich altersgerecht den Lehrstoff der ersten Klasse. Neben dem im ersten Grundschuljahr vermittelten Wissen dient der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan als ein an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichteter Leitfaden für Erzieherinnen und Erzieher als Basis für die pädagogische Arbeit. Zu den Schwerpunkten gehören Kernkompetenzen wie soziale Kompetenz und Lernkompetenz sowie naturwissenschaftliche, mathematische und musische Bildung, Werteerziehung und Sprachförderung.

Beim Kindergarten der Zukunft kooperieren das Bayerische Kultusministerium, das Bayerische Familienministerium, die Stiftung Bildungspakt Bayern sowie die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Der VBM - Verband der Bayerischen Metall- und Elektro-Industrie unterstützt das Projekt mit 300.000 Euro jährlich.

Claudia Piatzer
Pressesprecherin Stiftung Bildungspakt Bayern

Konstanze Lueg
ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft - ibw

Dr. Gisela Stückl
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Kontakt:
Claudia Piatzer
Stiftung Bildungspakt Bayern
Jungfernturmstr. 1
80333 München
Telefon: 089/2186-2085
Fax: 089/2186-2833
Mail:


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