Jugendministerin Ahnen eröffnet Mainzer Veranstaltung zum Weltkindertag 2004
Mit einem großen Bewegungsfest für Kinder auf dem Vorplatz des Mainzer Rathauses, einer Fachveranstaltung zur Kindergesundheit im Ratssaal, die vor allem die Bedeutung von starken Bündnissen für Kinder in den Blickpunkt rückt , und mit einem öffentlichen "Info-Markt", auf dem sich viele Netzwerke und Initiativen zur Kindergesundheit präsentierten, stand die heutige Regionalveranstaltung zum Weltkindertag 2004 in Mainz ganz im Zeichen des Themenkreises "Gesundheit, Ernährung und Bewegung für Kinder".
20.09.2004 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-PfalzDer Weltkindertag ist den zwei Milliarden Kindern aller Kontinente gewidmet und feiert am heutigen 20. September 2004 seinen 50. Geburtstag. Er wirbt weltweit dafür, die Rechte von Kindern zu schützen, ihre sozialen Chancen zu verbessern, ihre körperliche und seelische Entwicklung zu unterstützen, und ihre gesunderhaltenden Kräfte zu fördern. Die rheinland-pfälzische Jugendministerin Doris Ahnen unterstrich: "Erwachsene betonen immer gerne, welche Pflichten Kinder haben. Der Weltkindertag ist ein Anlass, wirklich weltweit an die Rechte von Kindern zu erinnern - beispielsweise an die, die 1989 in der Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen festgeschrieben und von den Staats- und Regierungschefs aus 192 Staaten anerkannt wurden. Diese Konvention ist auch die Grundlage für die Kinderpolitik in Rheinland-Pfalz." Die Ministerin verwies in diesem Zusammenhang auf das Aktionsprogramm der Landesregierung "Kinderfreundliches Rheinland-Pfalz".
Unter dem Motto "Kinder stärken in Netzwerken" haben zum Weltkindertag 2004 die Landesregierung, die Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. (LZG), das Adipositas-Netzwerk Rheinland-Pfalz, die rheinland-pfälzischen Turnverbände, die Stadt Mainz und das Gesundheitsamt des Landkreises Mainz-Bingen zu einem großen Fest mit informativem Rahmenprogramm eingeladen. Gesundheits- und Familienministerin Malu Dreyer und Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Frauen und Jugend, übernahmen die Schirmherrschaft des Mainzer Weltkindertages.
"Wir freuen uns über die große Beteiligung von mehr als 700 Kindern an diesem Fest. Und das hat zwei Gründe: Zum einen ist dies der Tag , an dem Kinder ganz besonders im Mittelpunkt stehen , zum anderen ist es ganz toll, dass sie heute auch als Hauptakteurinnen und Hauptakteure auftreten können", betonte Bildungs- und Jugendministerin Ahnen und lobte vor allem die spannenden Angebote des Bewegungs- und Spielfestes. Bei vielen Mitmachaktionen konnten die jungen Besucher am Vormittag von 9.30 bis 12.30 Uhr ihre Geschicklichkeit, Fitness und ihr Wissen testen, sich aber auch mit gesunden kleinen Mahlzeiten und Erfrischungsangeboten fit halten. Das Fest solle deutlich machen, wie wichtig es für Kinder sei sich zu bewegen, aber auch wie entscheidend es sei, Kindern Bewegungsfreiheit einzuräumen - ob nun zu Hause, in der Kindertagesstätte oder in der Schule, unterstrich Doris Ahnen. "Die Botschaft 'Bewegung macht Spaß und ist gesund' wollen wir heute allen Besuchern, ob groß oder klein, erfolgreich vermitteln", so Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt, Vorsitzender der LZG. Fast jedes 5. Kind sei übergewichtig und bewege sich zu wenig, da sei es notwendig, frühzeitig die Freude an der Bewegung zu vermitteln, wobei neben den Eltern insbesondere den Fachkräften in Kindertagesstätten, Schulen oder der offenen Kinder- und Jugendarbeit eine wichtige Rolle zukäme, so Gerhardt.
Alle Fachkräfte, die etwas für Kindergesundheit tun wollen, waren zur begleitenden Fachveranstaltung eingeladen. Michael Ebling, Sozialdezernent der Stadt Mainz, begrüßte die Teilnehmenden im Ratssaal und warb für das Motto des Mainzer Weltkindertages "Kinder stärken in Netzwerken" und verwies auf die erfolgreichen Mainzer Netzwerke "Kind und Sprache´ sowie ´Bündnis für Kinderrechte´. Dieser wichtige Ansatz führe Ärzte und helfende Berufe, Erzieherinnen, Lehrerinnen, aber auch Eltern, Selbsthilfegruppen und Kinderlobbies zusammen, unterstrich Dr. Gerald Gaß als Vertreter des Gesundheitsministeriums auf der Veranstaltung. "Wir brauchen starke Bündnisse für starke Kinder" führte Ministerin Ahnen in ihrem Leitreferat; aus. Die Landesregierung unterstütze den fachlichen Austausch von Ansätzen und Erfahrungen zur Gesundheitsförderung von Kindern, verbunden mit Schritten zur weiteren Vernetzung von Organisationen und Initiativen in Rheinland-Pfalz, damit Kindergesundheit nachhaltig wirksam und möglichst präventiv gefördert werden könne. "Es liegt in unserem eigenen Interesse und im Interesse der Zukunft unserer Kinder, Entscheidungen für, aber vor allem auch mit Kindern zu fördern", so Ahnen. Für mehr "Netzwerke für Kindergesundheit" warb auch Prof. Dr. Peter Paulus von der Universität Lüneburg auf der Fachveranstaltung. Anhand von Beispielen aus Schule und Kindergarten stellte er Erfahrungen aus der Netzwerkarbeit vor und analysierte den zukünftigen Bedarf. "Die Idee der gesundheitsfördernden Schule begeistert, nicht nur die Lehrkräfte, sondern auch Schülerinnen und Schüler sowie die Eltern", so Dr. Paulus. Viele Impulse und Anregungen aus der Praxis gaben auch die fünf Workshops am Nachmittag. Themen waren u.a. Ernährung, Soziales Miteinander oder Bewegung.
Auf dem Info-Markt präsentierten 25 Netzwerkorganisationen und -initiativen ihre Arbeit rund um das Thema Kindergesundheit. Ob das "Bündnis für gesunde Kinder" der rheinland-pfälzischen Turnerverbände, das "Netzwerk Schulen für Gesundheit 21" oder das "Adipositas-Netzwerk Rheinland-Pfalz", alle Partner warben für eine ressortübergreifende Kooperation und Vernetzung unterschiedlicher Bereiche. So ist bei übergewichtigen Kindern beispielsweise eine Vernetzung der schulärztlichen Dienste, Kinderärzte, Ernährungsberater, Sportvereine oder Krankenkassen sinnvoll, aber Familie, Kindergärten, Schulen oder Kinder- und Jugendarbeit sollten für eine nachhaltige Gesundheitsförderung bei Kindern mit einbezogen werden. Hierbei nehmen regionale Projekte und Netzwerke zur Kindergesundheit eine wichtige Rolle vor Ort ein, hob Hans-Christoph Schulz, Beigeordneter des Landkreises Mainz-Bingen, hervor und stellte gelungene Projekte des Landkreisen vor.
Als zentrale Leit- und Informationsstelle stellten die Veranstalter pünktlich zum Weltkindertag die neue Internetplattform mit Informationen zu Netzwerken und Organisationen der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen vor. Weiterhin soll hier ein interaktives Forum für alle Partner aus dem Bereich der Kindergesundheit entstehen. "Dadurch wird nicht nur ein landesweiter Überblick über alle Aktivitäten möglich, sondern auch ein direkter Austausch der Akteure wird gefördert", so Dr. Johannes Oepen, Vorsitzender des Adipositas-Netzwerks. Die neue Plattform wird auf der Homepage des "Adipositas-Netzwerk Rheinland-Pfalz" (www.adipositas-rlp.de) eingerichtet.
V.i.S.d.P.:
Jupp Arldt, LZG-Geschäftsführer und Wolf-Jürgen Karle, Pressesprecher MBFJ
Keine Kommentare vorhanden