Kindergesundheit

Kindergesundheit - Kinderärzte schlagen Alarm

07.07.2011 Artikel

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In einer durch die DAK in Auftrag gegebenen und von forsa im April durchgeführten Befragung von 100 Kinderärzten wurde deutlich, dass "nahezu alle befragten Kinderärzte ... eine Zunahme von psychischen Problemen bzw. Verhaltensauffälligkeiten (97 %) und Übergewicht (95 %) in den vergangenen 10 Jahren fest(stellen)." Bezogen auf die Situation der Kinder im Alter von 3 bis 5 Jahren wurden vor allem motorische Defizite (70 %) sowie Sprach- und Hörprobleme (91 %) benannt. 55 % der Kinderärzte stellen fest, dass ich der Gesundheitszustand der Kinder in Deutschland in den vergangenen Jahren verschlechtert hat.

Anmerkungen:

Dieses Alarmsignal aus kinderärztlicher Sicht ist nicht neu, zumal auf die erkennbaren Unzulänglichkeiten bereits vielfach hingewiesen wurde. Weitere Wahrnehmungen z.B. aus therapeutischer Sicht oder von Erzieherinnen aus den Tageseinrichtungen kommen hinzu und machen deutlich, dass es "hinten und vorne" mangelt, damit sich Kinder "gesund" entwickeln können. Gesund entwickeln erfordert nach dem Gesundheitsbegriff der Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass sich Kinder "sauwohl" fühlen, körperlich, geistig und seelisch. Sollte auch nur ein Teil eingeschränkt sein, wäre ihr Wohl und damit ihre Entwicklung gefährdet - Kindeswohlgefährdung.

Angesichts dieser Anforderung müssten alle - zu gestaltenden - Bedingungen so geschaffen werden, damit eine optimale Unterstützung der Entwicklung der Kinder möglich ist. Überall. Also auch durch die Rahmenbedingungen in Tageseinrichtungen. Sollte daher mit dem Kinderbildungs-Änderungsgesetz nicht dazu beigetragen werden, dass die Bedingungen jetzt optimal wären, würde es - wie auch schon das bestehende Gesetz - eine "Gefährdung" des Kindeswohls "billigend in Kauf nehmen".


Weiterführende Links

  • DAK - forsa Erhebung

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