Kommunen können Chancengleichheit realisieren
16.02.2012 Artikel
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"Gleiche Bildungschancen erfordern einen ungleichen Mitteleinsatz!"
Mit dieser Feststellung wies Annette Stein, Bertelsmann Stiftung, im Rahmen einer Veranstaltung im Forum didacta aktuell darauf hin, dass Kommunen ihre Verantwortung, Bildungsgerechtigkeit und gleiche Lebenschancen zu realisieren jetzt unter Verwendung von KECK noch besser wahrnehmen können. Nach langen Vorarbeiten hat die Bertelsmannstiftung in der vergangen Woche ihre Datenbank allen Interessierten zur Verfügung gestellt, in der für jede Kommune und einzelne Sozialräume Daten zur sozialen Lage abrufbar sind. Verbunden mit Daten über die tatsächliche Lebenslage, die z.B. über Kindergärten mit dem KOMPICK-Dokumentations-System gewonnen werden können, haben die Kommunen Anhaltspunkte für Schwerpunkte beim Mitteleinsatz.
In der Pilotphase wurden in den Städten Heilbronn und Jena Erfahrungen gesammelt.
Konkrete Notwendigkeiten für Schwerpunktsetzungen wurden aus den Städten Mülheim/Ruhr und München berichtet.
Mit der Münchener Förderformel gleicht die Stadt die Unzulänglichkeiten aus, die sich aus dem Bayrischen Kinderförderungsgesetz ergeben. Es wurde festgestellt, dass die auf Kindpauschalen umgestellte Förderung dazu beigetragen hat, benachteiligte Kinder noch weiter zu benachteiligen.
Kommentar:
Damit wird einerseits gut deutlich, dass die Kommunen Verantwortlichkeiten haben. Diese haben sie eigentlich immer schon. Wenn jetzt München die Unzulänglichkeiten aus der Landesförderung für Kindertageseinrichtungen entdeckt hat und - als finanzkräftige Stadt - reagiert, dann ist dies durchaus zu begrüßen. Wenn dies aber nicht für alle Kinder in gleicher Weise in Bayern gesichert ist, verschiebt sich die Benachteiligung nur ....
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