Mehr Chancen für Hauptschüler
(bikl/idw) Die Bertelsmann Stiftung will der Politik Lösungsmöglichkeiten für das drängende Problem Jugendarbeitslosigkeit aufzuzeigen. Deswegen, so der Vorstandsvorsitzende Professor Heribert Meffert heute in Gütersloh, wird die Stiftung im September 2005 den mit 150.000 Euro dotierten Carl Bertelsmann-Preis zum Thema "Junge Generation und Arbeit" vergeben.
25.04.2005 ArtikelVorbildliche Modelle gesucht
Die Stiftung recherchiere derzeit international nach vorbildlichen Modellen für einen besseren Übergang von jungen Menschen in die Arbeitswelt. Dabei konzentriere sie sich auf die Gruppe der Hauptschüler, da hier die Übergangsquoten in eine duale Ausbildung besonders gering seien.
Ein 'Heer', doppelt so groß wie die Bundeswehr
In der Bundesrepublik sind aktuell mehr als eine halbe Million Jugendliche ohne Beschäftigung. Damit ist das Heer der arbeitslosen Jugendlichen, so die Stiftung, fast doppelt so groß wie die Bundeswehr.
Ausbildung nicht vernachlässigen
Die Ursachen für die hohe Jugendarbeitslosigkeit seien vielfältig. "Neben der allgemein schlechten Wirtschaftslage sind in diesem Zusammenhang insbesondere Fehlentwicklungen im deutschen Bildungssystem zu nennen", so Meffert. Aber auch Eltern und vorschulische Einrichtungen seien mit dafür verantwortlich, Kindern und Jugendlichen die notwendigen Grundfertigkeiten zu vermitteln, die sie im Erwerbsleben benötigen. "Die jungen Menschen von heute sind unser Kapital von morgen. Deutschland kann sich kaum etwas weniger leisten, als die Ausbildung und die Arbeitsmarktintegration der eigenen Jugend zu vernachlässigen. Jugendarbeitslosigkeit zu vermindern und zu verhindern, ist eine der drängendsten Herausforderungen für unsere Wirtschaft und Gesellschaft", so Meffert.
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