Mindeststandards in Kitas auch in Personalausstattung und Inklusion

"Verbindliche Mindeststandards in der pädagogischen Arbeit setzen nicht nur einen Rahmenplan voraus, sondern auch die Bereitschaft, dafür Geld in die Hand zu nehmen. Alles andere ist Augenwischerei und keine Transparenz". So kommentiert Christian Gloede-Noweck, Landesvorstandssprecher der GEW die geplante Vereinbarung der Sozialsenatorin.

13.08.2009 Pressemeldung GEW Bremen

Zu wenig gut ausgebildetes Personal in zu großen Gruppen werde weder die Eltern und die Beschäftigten zufrieden stellen, noch Kindern die notwendige frühkindliche Bildung angedeihen lassen. Wer Mindeststandards formulieren will, muss auch sagen, wie sie erreicht werden sollen. Diese Forderung wurde im Übrigen bereits in einem Anhang zum Bremer Rahmenplan für Bildung und Erziehung trägerübergreifend vor einigen Jahren formuliert. "Dieses Votum hat es nur leider nie in die Hochglanzveröffentlichung des Rahmenplans geschafft", bedauert Gloede-Noweck.

Ein Armutszeugnis bremischer Kita-Politik stelle nach Auffassung der GEW zudem dar, dass die gemeinsame Erziehung und Bildung behinderter und nichtbehinderter Kinder (Inklusion) keinen Schwerpunkt darstelle. Hierzu passt dass der öffentliche Träger KiTa Bremen offensichtlich nach wie vor nicht bereit ist, die Förderung behinderter Kinder in seinen Einrichtungen selbst zu übernehmen. Für keines der geplanten Frühförderzentren, die die heilpädagogischen und therapeutischen Hilfen für Kinder zwischen 0 und 6 Jahren zukünftig koordinieren sollen liegt eine Interessensbekundung des öffentlichen Trägers vor. Die GEW fordert die Sozialsenatorin nachdrücklich auf, in diese Richtung auf die Geschäftsführung von KiTa Bremen einzuwirken.

Darüber hinaus erwartet die GEW von der Sozialsenatorin ein Konzept zur Gewinnung sozialpädagogischer Fachkräfte insbesondere für den Ausbau der Erziehung und Bildung im Krippenbereich zur Umsetzung der 35%-Quote bis 2013. "Der Beruf als Erzieherin muss attraktiver werden, damit mehr junge Menschen ihn ergreifen. Die aktuellen Ausbildungszahlen stimmen hier nicht optimistisch."

Ansprechpartner

GEW Bremen

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