"Mit Pippi Langstrumpf mühelos die neue Rechtschreibung gelernt"

(bikl) Die Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen (avj) hat alle Kultusminister eindringlich gebeten, die Rechtschreibreform beizubehalten und dafür Sorge zu tragen, dass der ab 1996 vorgegebene Weg konsequent weitergegangen wird.

11.08.2004 Artikel

Die Diskussion um die Rechtschreibreform, so der Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Klaus Willberg (Thienemann Verlag), habe nun die Stammtische erreicht und sei unsachlicher denn je. Verlagshäusern wie Springer und Spiegel sei es aufgrund ihrer kurzlebigen Publikationen ein Leichtes, eine Umstellung der Rechtschreibung zu bewerkstelligen, nicht aber den sehr vielen klein- und mittelständischen Verlagsunternehmen, die das Verlegen von langlebigen Büchern zu ihrer Aufgabe gemacht hätten.

Weiter schreibt er: "Die Bücher der Kinder- und Jugendbuchverlage bedeuteten und bedeuten für Generationen von jungen Leserinnen und Lesern die erste prägende Begegnung mit Leseerlebnis und Literatur. Eine Generation hat nun mit Jim Knopf, Pippi Langstrumpf, dem doppelte Lottchen, dem Räuber Hotzenplotz mühelos die neue Rechtschreibung erlernt. Warum sollte es die nachfolgende nicht auch können im Sinne einer kontinuierlichen Ausbildung junger Menschen, die unsere Zukunft bedeuten."


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