Modellprojekt: Kommunalisierung der Horte in Pilotkreisen

Bis heute müssen die Horterzieherinnen der Kreise Eichsfeld, Saalfeld/Rudolstadt, Sömmerda und Erfurt entscheiden, ob sie der "Zuweisung an den Schulträger" ab 01.02.08 zustimmen oder nicht. Wenige Tage vor Weihnachten hatte das Kultusministerium per Brief sie dazu aufgerufen, dieses "dienstliche Bedürfnis" zu regeln und im Schreiben gleich die Versetzung in einen anderen Kreis angedroht, falls sie nicht zustimmen.

10.01.2008 Thüringen Pressemeldung GEW Thüringen

"Bei diesen Zustimmungserklärungen hätte sich das TKM den Zeitdruck sparen können. Das unsensible Vorgehen hat die Kolleginnen vor Weihnachten unnötig verunsichert, denn eine vernünftige Aufklärung über die Auswirkungen durch den Arbeitgeber erfolgte nicht", erklärte Jürgen Röhreich, Vorsitzender der GEW Thüringen.

Seit 2005 redet die Landesregierung von der Kommunalisierung der Horte und führt Geheimverhandlungen mit dem Landkreistag. Bis heute ist im Detail nicht klar, wie die Umsetzung vor Ort tatsächlich erfolgen soll. Selbst dem Schreiben des TKM an die Horterzieherinnen ist zu entnehmen, dass sich so viel nicht ändern wird. Da ist schon die Frage erlaubt, ob es nicht sinnvoller gewesen wäre, die Grundschulhorte einfach so zu lassen, wie es bisher ist. Rund 70 % der Grundschüler besuchen die Horte, was durchaus als Zeichen ihrer Qualität zu deuten ist.

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GEW Thüringen

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