"Nicht auf dem Altar des Föderalismus opfern"

(bikl) Niemand habe ein Monopol auf Bildung und "alle tragen Verantwortung" erklärten heute Bundeselternrat, Bundesschülerkonferenz und die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft auf einer gemeinsamen Pressekonferenz.

10.12.2004 Artikel

Aus Anlass der PISA-Studie 2003 forderten sie Bund, Länder und Kommunen auf, Bildung als gemeinsame Aufgabe zu gestalten und sie nicht auf dem Altar des Föderalismus zu opfern.

"Es ist ein unerträglicher Zustand, dass unser Schulsystem viele Kinder für ihre Herkunft bestraft - Bildung darf nicht vom Elternhaus abhängen", erklärten die Vertreter der drei Organisationen weiter.

Eine Schule für alle bis zum Ende der Pflichtschulzeit werde mittelfristig für alle Kinder und Jugendlichen gelten müssen. Dazu gehörten die Förderung jedes einzelnen Kindes und eine radikale Modernisierung des Unterrichts. Aber: "Die äußere Form, in der Lernen stattfindet, muss sich aus der regionalen und lokalen Situation entwickeln. So wie jedes Kind ein Individuum ist, wird auch jede Schule ihren eigenen Weg finden müssen. Verordnete Einheitsschulen und ideologische Gleichmacherei lehnen wir ab", betonten sie.

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