Frühe Förderung

Pädagogisches Beobachtungsinstrument für Kitas

(red/pm) Ein neues Instrument zur frühkindlichen Bildung in Kitas haben die Bertelsmann Stiftung und das Staatsinstitut für Frühpädagogik in München jetzt entwickelt. Hiermit kön­nen Erzieherinnen die Entwicklung von dreieinhalb bis sechsjährigen Kindern beobachten, doku­mentieren und auf dieser Basis auch das Gespräch mit den Eltern suchen.

09.06.2011 Artikel

Mit dem Fragebogen liegt ein pädagogisches Beobachtungsinstrument vor, das einen ganzheitlichen Blick auf Kinder fördert und alle relevanten Entwicklungsbereiche widerspiegelt. Orientiert an den Bildungs­plänen der 16 Bundesländer kann er deutschlandweit eingesetzt werden.

Eltern sind Erziehungspartner von Kitas. Sie möchten über die Entwicklung ihres Kindes informiert werden und auf dieser Basis wichtige Entscheidungen treffen können, beispielsweise beim Über­gang in die Schule. Der Beobachtungsbogen macht die Kompetenzen und Interessen eines Kindes in 11 Entwicklungsfeldern transparent, etwa zur Sprachentwicklung, Motorik oder sozialen Kom­petenz. Eltern erhalten so eine größere Sicherheit bei der Frage, ob der geplante Zeitpunkt zur Einschulung auch der richtige für ihr Kind ist. Schon lange vor Schulbeginn kommen Eltern und Erzieherinnen über den Beobachtungsbogen ins Gespräch. So können sie jedes Kind individuell und gemeinsam begleiten und damit seine Bildungschancen beim Eintritt in die Schule verbessern.

Der wissenschaftlich fundierte und methodisch abgesicherte Beobachtungsbogen wurde in Koope­ration mit dem Institut für Frühpädagogik (IFP) in München entwickelt. Die Erprobung fand in den Modellregionen Heilbronn und Jena unter der Beteiligung von 1.500 Kindern und knapp 400 Erzie­herinnen statt. Die computergestützte Version mit automatischen Auswer­tungsmöglichkeiten steht allen interessierten Kitas kostenlos zum Download zur Verfügung. Neu und entlastend sind die darin enthaltenen.


Weiterführende Links

  • Beobachtungsbogen KOMPIK

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