Schluss mit der Nörgelei!

(bikl/DIE ZEIT) Wohl nur in einem so merkwürdig gestrickten Land wie diesem sei es möglich, dass eine derart frohe Botschaft in den vergangenen Tagen habe untergehen können - in einer wahren Nörgelorgie, die von vielen Medien gefeiert worden sei, das stellt die Wochenzeitung [DIE ZEIT in ihrer Online-Ausgabe](http://zeus.zeit.de/text/2004/49/01\_\_leit\_1\_49neu) fest und kontert sogleich: "Eine gute Nachricht gefällig? Bitte sehr: Deutschlands 15-jährige Schüler schneiden in der neuen internationalen Pisa-Studie durchgängig besser (richtig gelesen: besser!) ab als in der ersten Untersuchung vor drei Jahren. Hat sich schon jemand darüber gefreut?"

24.11.2004 Artikel

So entmutige man genau die Menschen, auf die man bei der Erneuerung unserer Schulen bauen müsse. Zum Beispiel jene Mathelehrer, die in den letzten Jahren Fortbildungen besuchten, um interessanteren Unterricht zu geben. Oder die Schüler, die schon als "Generation Pisa" verspottet würden, so heißt es weiter.

Landauf, landab werde zwar je nach ideologischer Heimat heftigst über PISA 2003 lamentiert, obwohl noch niemand die auslösende Studie kenne, diese werde vereinbarungsgemäß erst am 7. Dezember weltweit veröffentlicht. Nicht einmal den Kultusministern seien bislang die offiziellen Ergebnisse bekannt.

Allerdings könne man schon jetzt sagen, dass sich die deutschen Schüler gegenüber PISA 2000 in den Fächern Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften bis ins Mittelfeld nach vorn gearbeitet hätten. Weiter habe die Studie erstmals die sogenannten Fähigkeiten zum Lösen von Problemen bewertet und im Bereich dieser praxisnahen Kompetenzen zu Problemlösungen habe auf Anhieb ein Platz "deutlich oberhalb des internationalen Durchschnitts" belegt werden können.

Das sei zwar alles noch kein Grund zum Jubilieren, fährt DIE ZEIT fort, denn vor den Defiziten dürfe man bei aller Wertschätzung dessen, was inzwischen an Fortschritten messbar geworden sei, die Augen nicht verschließen.

Zum vollständigen Artikel in DIE ZEIT.


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