Sieben Experten sollen´s richten

(bikl) Eine siebenköpfige Expertengruppe soll in den nächsten Wochen Regeln für die besonders strittigen Fälle der Getrennt- und Zusammenschreibung ausarbeiten. Das beschloss der Rat für Deutsche Rechtschreibung, der sich im Dezember vergangenen Jahres konstituiert hatte, am Freitag auf seiner ersten inhaltlichen Sitzung in Mannheim.

19.02.2005 Artikel
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Den Vorsitz der Arbeitsgruppe hat der Leiter des Instituts für Deutsche Sprache, Ludwig Eichinger, inne. Ziel dieses Expertengremiums, so erklärte der Vorsitzende des Rats, Hans Zehetmair (CSU), sei es, endlich eine diskussionsfähige Grundlage zu schaffen.

Konkrete Vorschläge

Bis zur nächsten Konferenz am 8. April in München sollen konkrete Vorschläge vorgelegt werden. Der Rat sprach sich, so Zehetmair, zudem dafür aus, mit einer qualifizierten Zwei-Drittel-Mehrheit Beschlüsse zu fassen. Die Kultusministerkonferenz (KMK) hatte lediglich eine einfache Mehrheit vorgeschlagen. Der Rat wird sich nach der nächsten Sitzung in München am 3. Juni und am 1. Juli jeweils wieder in Mannheim treffen.

"Staatsstreich gegen die deutsche Sprache "

Unterdessen geht die öffentliche Diskussion um die Rechtschreibung weiter. So lädt die Bayerische Akademie der schönen Künste unter dem Titel Staatsstreich gegen die deutsche Sprache - die Rechtschreibreform zu einem Podiumsgespräch am 22. Februar ein - unter anderem mit Hans Zehetmair und Reiner Kunze. Einen Tag später, nämlich am 23. Februar, wird Zehetmair dann in Berlin an einem öffentlichen Expertengespräch der FDP-Bundestagsfraktion zur Rechtschreibreform teilnehmen.


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