Singen ist Kraftfutter für das Selbstkonzept von Kindern – Reinhard Horn versteht Kinder
16.02.2012 Artikel
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Wenn Kinder Reinhard Horn auffordern, "Noch mal!", dann weiß er, dass das, er für und mit Kindern gemacht hat, richtig war und sie erreicht hat.
Singen im Kindergarten und vor allem mit den Kleinsten muss an dem Leben und dem Empfinden der Kinder anknüpfen, es muss ihre Stimmungen aufgreifen. Keinesfalls darf es intentional "missbraucht" werden und damit die Lust des Kindes auf Leben, neue Erfahrungen und die Erprobung seiner Möglichkeiten einschränken. So schließen sich für ihn Lieder aus, die Erwachsene eigentlich für sich oder andere Erwachsene gemacht haben, in einer falschen Stimmlage angelegt und mit viel zu viel intellektuellen Inhalten vollgepropft sind. Verlässlichkeit, Überschaubarkeit, anknüpfen an eigene Empfingungen und Wiederholungen sind für kleine Kinder eher passend.
Dass sein Zugang zu dem Singen von Kindern, mit dem auch Fortbildungen für Erzieherinnen verbunden sind, für die Unterstützung der Selbstbildungsprozesse der Kinder un d ihre Entwicklung von erheblicher Bedeutung ist, wurde ihm durch Prof. Dr. Geald Hüther, Hirnforscher, bestätigt, der Singen als "Kraftfütter" für Kinderhirne ansieht, zumal das Singen u.a. die Beziehungsfähigkeit zur Welt steigert, so dass damit das neuronale Netzwerk vielfältig gestärkt werden. Singen führt zu einer Aktivierung der emotionalen Zentren und macht den Menschen "frei", erhöht die soziale Kompetenzen und hat nebenbei auch solutogenetische Wirkungen – Singen heilt Wunden und erleichtert den Spracherwerb.
Bei so viel positiver Resonanz sollte in Tageseinrichtungen mehr gesungen werden, vor allem auch von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit den für sie passenden Liedern und in der für Kinder passenden Weise (höhere Stimmlage, passende Lieder – keine Erwachsenen-Hits).
Auf der didacta sind verschiedene Liedermacher vertreten und stellen ihre Konzepte anhand von Beispielen interessierten Erzieherinnen und Erziehern auf der Kinderliederbühne vor.
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