Sprachförderung kommt zu kurz - Sprachförderungsfachkräfte als Lückenbüßer für unzulängliche personelle Besetzung in Tageseinrichtungen
16.02.2012 Artikel
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10.000 zusätzliche Sprachförderkräfte hat "der Bund" im Rahmen eines 400 Mio.€ Förderprogramms ermöglicht. Ihre Aufgabe sollte darin bestehen, Kinder mit einem besonderen Bedarf auch entsprechende zusätzliche Förderungen zu ermöglichen. Auf die ihre Realität wies Anke Elsfeld-Oz,Erzieherin in Berlin, auf der didacta hin, die sich Anregungen für ihre "eigentliche" Aufgabe erhalten wollte.
Realität für Sie sie, dass die mit dem Bundesprogramm vorgesehene Stärkung der Sprachkompetenz von besonders zu fördernden Kindern nicht gesichert ankomme. Sie werde vielmehr häufig für Vertretungen in den Gruppen eingesetzt, in denen Kolleginnen "ausgefallen" sind, so dass die Fortsetzung des Betriebes gesichert werden kann.
Neben der ungünstigen Situation sucht Anke Elsfeld-Oz aber nach Möglichkeiten den Kindern innnerhalb und außerhalb der Tageseinrichtung gerecht zu werden. So will sie, wie dies in Schulen mit den Lesekoffern bereits Praxis ist, das Projekt Leserucksäcke in ihrer Einrichtung realisieren, bei dem Eltern Bücher und Spiele ausleihen können und damit auch zu Hause Anregungen haben.
Kommentar:
Damit wird deutlich, dass der Ansatz des Bundesprogramms, die personellen Bedingungen in den Tageseinrichtungen zu verbessern, zwar erreicht wurde. Damit hat der Bund ein Beitrag zur generellen Anhebung des Personalschlüssels geleistet, ohne aber sicher den eigentlich vorgesehen Zweck vorrangig erreichen zu können. Damit dies gelingen kann, so die Konsequenz, müssen in den Ländern die personellen Bedingungen grundsätzlich verbessert werden, sonst besteht die Gefahr, dass Bundesprojekte lediglich zu "Mitnahmeeffekten" führen und Alibiveranstaltungen sind.
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