Statements zur Rechtschreibreform

(bikl) Im Oktober schien die Diskussion um die Rechtschreibreform ihr Ende gefunden zu haben, hatte doch die Kultusministerkonferenz auf ihrer 307. Plenarsitzung der Gründung des "Rates für deutsche Rechtschreibung" zugestimmt und gleichzeitig noch einmal das Inkrafttreten der Neuregelung der Rechtschreibung zum 01.08.2005 bestätigt.

24.11.2004 Artikel

Doch damit waren die Streitigkeiten noch lange nicht beigelegt. Denn kurze Zeit später hat die Trägerin des diesjährigen Nobelpreises für Literatur, die Österreicherin Elfriede Jelinek, ihre Kollegen von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in einem Brief zum Boykott des geplanten Rates für deutsche Rechtschreibung aufgerufen. Mit Erfolg. Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung und das PEN-Zentrum haben dem Rat eine Absage erteilt. Und jetzt wurde das Regelwerk für richtiges Deutsch sogar auf den Weg zu Weihen durch die Legislative gebracht: Nach dem Willen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion soll die Rechtschreibreform am 3. Dezember im Bundestag auf die Tagesordnung kommen. Auf der Suche nach Konsens stellte die KMK Vorsitzende Doris Ahnen in einem Spiegel Interview nachdrücklich fest: "Wir werben um die Kritiker".


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden