Stifterverband: Föderalismusreform abschließen
(bikl/idw) "Wir können es uns nicht leisten, das Engagement für Bildung und Forschung in Deutschland schleifen zu lassen. Wir appellieren daher an die Politik und insbesondere an den Bundeskanzler, die Zügel wieder aufzunehmen und die Föderalismusreform zu Ende zu bringen."
20.01.2005 ArtikelMit diesen Worten kommentierte der Präsident des Stifterverbandes, Dr. Arend Oetker, heute auf der Jahrespressekonferenz in Berlin die aktuelle wissenschafts- und bildungspolitische Lage. "Zumindest die schädliche Verknüpfung des Ausgangs der Föderalismusdebatte mit der Förderung von Eliteuniversitäten muss aufgelöst und die Mittel umgehend eingesetzt werden," forderte Oetker.
Das Scheitern der Föderalismusreform zeige den Unwillen der Politik loszulassen, die Verantwortung der einzelnen Akteure zu stärken und mehr Freiheit zu gewähren, sagte Oetker und betonte: "Gerade an den Hochschulen ist die Gewährung von Autonomie aber eine unerlässliche Voraussetzung für Reformen."
Oetker kündigte an, dass der Stifterverband sein Engagement jetzt erst recht verstärke und in 2005 insgesamt 19,6 Mio. Euro und damit 400.000 Euro mehr als im Vorjahr für die Reform in den Hochschulen einsetze.
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