Übergangszeit verlängern?

(bikl) Vielfältig sollen Presseberichten zufolge die Änderungsvorschläge der Mitglieder des Rats für Deutsche Rechtschreibung sein. Das Gremium tagt heute unter Vorsitz von Hans Zehetmair (CSU) in Mannheim. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Regeln für die Getrennt- und Zusammenschreibung.

18.02.2005 Artikel

So gibt es nach Angaben der FAZ bei einigen Mitgliedern Überlegungen, die Übergangszeit über den 1. August 2005 hinaus zu verlängern, während die Befürworter der neuen Schreibung, wie der der Leiter der Duden-Redaktion, Matthias Wermke, und der frühere Vorsitzende der Zwischenstaatlichen Kommission für die deutsche Rechtschreibung, Karl Blüml, keinen Anlass für Änderungen sehen.

Andere Mitglieder des Rechtschreibrats sollen vorgeschlagen haben, zu den alten Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung zurückzukehren. Über die Vorschläge wird mehrheitlich abgestimmt, bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden Hans Zehetmair. Noch immer sind nicht alle 36 Plätze der Kommission besetzt, weil die Akademie für Sprache und Dichtung und der PEN bisher keine Vertreter entsandt hat. Reformgegner Prof. Theodor Ickler von der Universität Erlangen erklärte gegenüber der BILD-Zeitung, er zweifle, dass heute eine Lösung für das Rechtschreibdesaster zu erwarten sei. "Das Chaos wird sich durch die Vielzahl der Vorschläge, die von den 32 Ratsmitgliedern eingebracht wurden, wohl noch vergrößern."


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