VBE begrüßt Vereinfachung der Sprachstandsfeststellungen

"Die vom Schulministerium angekündigte Überarbeitung des Verfahrens zur Sprachstandsfeststellung der Vierjährigen war dringend erforderlich", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft VBE NRW. "Das Ministerium hat sich in einigen vom VBE kritisierten Punkten einsichtig gezeigt."

09.11.2007 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Es ist sinnvoll, das Urteil der Erzieherinnen stärker in das Verfahren einzubeziehen und die Kinder mit offensichtlichem Förderbedarf nicht noch an einem zweiten Test teilnehmen zu lassen. Damit wird die VBE-Forderung umgesetzt, die Kompetenzen von Erzieherinnen und Grundschullehrerinnen und –lehrern professionell für eine Optimierung des Verfahrens zu nutzen.

Dass auch weiterhin die Schulen aus rechtlichen Gründen an den Tests beteiligt sein müssen, gibt das Schulgesetz so vor. Tests und Förderung in die Hände der Kindertagesstätten zu legen, wäre nur mittels einer Gesetzesänderung möglich.

"Da die Landesregierung aber eine solche Gesetzesänderung offensichtlich nicht anstrebt, muss sie dafür sorgen, dass den Grundschulen künftig auch die zeitlichen Ressourcen für die Tests zur Verfügung gestellt werden", so Beckmann weiter. "Ob und in welcher Form wir damit rechnen können, hat das Schulministerium bislang nicht mitgeteilt."

Der VBE wird auch den nächsten Durchlauf der Sprachstandsfeststellungen kritisch-konstruktiv begleiten.


Mehr zum Thema


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden