Qualitätspakt Lehre

19 bayerische Hochschulen in der zweiten Auswahlrunde des Qualitätspakts Lehre erfolgreich

In der zweiten Auswahlrunde des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre sind 19 bayerische Hochschulen zur Förderung ausgewählt worden.

13.12.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Zwei Universitäten, 14 Hochschulen für angewandte Wissenschaften und drei Kunst- und Musikhochschulen überzeugten mit ihren erfolgreichen Konzepten. Der Bund stellt für den Qualitätspakt Lehre bis 2020 rund 2 Milliarden Euro bereit. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch gratuliert den erfolgreichen Hochschulen: "Hervorragende Lehre ist ein entscheidendes Kriterium für die Qualität unserer Hochschulen. Umso mehr freue ich mich, dass die bayerischen Hochschulen auch in der zweiten Förderrunde erstklassig abgeschnitten haben. Ich bin davon überzeugt, dass die ausgewählten Hochschulen mit ihren innovativen Konzepten wichtige Impulse für die Qualität der Lehre setzen werden."

Die ausgewählten Anträge der bayerischen Hochschulen umfassen ein weites Spektrum. Die Mittel aus dem Programm stehen den Hochschulen ausschließlich zur Verbesserung der Qualität in der Lehre zur Verfügung und sind, wie auch die Studienbeiträge, kapazitätsneutral. So zielt das Konzept der Ludwig-Maximilians-Universität München (Lehre@LMU) darauf ab, Forschungsorientierung und Praxisbezug systematisch in die Lehre zu integrieren. Darüber hinaus sollen bildungskritische Übergangsphasen an den Schnittstellen von Schule, Studium und Beruf durch die verbesserte Betreuung und Beratung der immer heterogener werdenden Studierendenschaft aktiv gestaltet werden. Das Konzept sieht zudem eine maßgeschneiderte kontinuierliche (Weiter-)Qualifizierung des Personals für eine hochwertige Hochschullehre vor. Der Antrag der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg (FAU-QLS) bündelt zahlreiche, auf die besonderen Bedürfnisse der einzelnen Fächer zugeschnittene Maßnahmen. Hierzu gehören gezielte Angebote in der Orientierungsphase für Studienanfänger, eine verstärkte fachliche Betreuung in der Studieneingangsphase in den MINT-Fächern sowie eine ergänzende Betreuung der Studierenden in Großveranstaltungen durch Tutorien mit vielfältigen Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Hochschuldidaktik. Der Verbundantrag HD MINT unter Federführung der Hochschule Rosenheim hat die Verbesserung der Lernerfolge bei den Studierenden durch didaktische Professionalisierung der Lehre zum Ziel. Dazu sollen an den beteiligten Hochschulen zusätzliche Personalkapazitäten für die Einführung und Unterstützung studentenzentrierter Lehr-/Lernformen geschaffen werden. Zudem ist vorgesehen, vorhandene Betreuungskonzepte durch didaktisch optimierte Lehrveranstaltungen, die Entwicklung von Lernmaterial, eine verbesserte Tutorenschulung und Konzepte zur Einführung von Studierenden in Lehrtechniken weiterzuentwickeln.

Ausgewählte bayerische Hochschulen des Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre in der zweiten Bewilligungsrunde (Förderungszeitraum vom Sommersemester 2012 bis Ende 2016):

  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Amberg-Weiden
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Aschaffenburg
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Deggendorf
  • Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Akademie der Bildenden Künste Nürnberg
  • Hochschule für Musik Nürnberg
  • Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt
  • Hochschule für Musik Würzburg

  • Verbundantrag: Hochschule Coburg, Hochschule Aschaffenburg, Hochschule Kempten, Hochschule Landshut, Hochschule Neu-Ulm, Hochschule Regensburg

  • Verbundantrag: Hochschule Rosenheim, DiZ – Zentrum für Hochschuldidaktik Ingolstadt, Hochschule Amberg-Weiden, Hochschule Augsburg, Hochschule Weihenstephan-Triesdorf, Hochschule München, Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg, Bayerisches Staatsinstitut für Hochschulforschung und Hochschulplanung

  • Verbundantrag: Hochschule für Musik Detmold, Hochschule für Künste Bremen, Robert Schumann Hochschule Düsseldorf, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt/Main, Hochschule für Musik Freiburg, Hochschule für Musik und Theater Hamburg, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover, Hochschule für Musik und Tanz Köln, Musikhochschule Lübeck, Hochschule für Musik Saar, Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, Hochschule für Musik Würzburg

Unter Einschluss der ersten Auswahlrunde werden bayernweit fünf Universitäten, acht Hochschulen für angewandte Wissenschaften und im Bereich der Kunsthochschulen die Hochschule für Film und Fernsehen München, die Akademien der Bildenden Künste in München und Nürnberg sowie die Musikhochschulen in Würzburg und Nürnberg gefördert. Über die drei erfolgreichen Verbundanträge – zwei aus der aktuellen und einem aus ersten Runde – sind zudem alle bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften in die Förderung eingebunden.


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