ADJ sieht sich durch die Erklärung der KMK-Präsidentin zum Weltlehrertag bestätigt
Die von der Präsidentin der Kultusministerkonferenz verfasste Erklärung zum Weltlehrertag, findet großen Anklang bei der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Junglehrer (ADJ) im Verband Bildung und Erziehung (VBE). ADJ-Bundesvorsitzender Oliver Arlt (Sachsen-Anhalt) fordert aber die KMK auf, den schönen Worten Taten folgen zu lassen.
11.10.2004 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)Die anlässlich des Weltlehrertages verfasste Erklärung der Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Staatsministerin Doris Ahnen, zu einer größeren gesellschaftlichen Anerkennung der Leistung von Lehrerinnen und Lehrern, sei ein wichtiger und längst überfälliger Schritt der Verantwortlichen, betont ADJ-Vorsitzender Oliver Arlt. Es dürfe aber nicht beim Lippenbekenntnis bleiben. "Hierzu bietet die ADJ der KMK die aktive und konstruktive Mitarbeit an", so Arlt. Er bezieht sich dabei insbesondere auf Ahnens Aussage: "Für ihre anspruchsvolle und teilweise auch schwierige Aufgabe verdienen die Lehrkräfte unsere volle Unterstützung."
Als gute Grundlage für die Stärkung des Lehrerberufes bezeichnet Sandra Behrend (Saarland), stellvertretende Vorsitzende der ADJ, "die Bremer Erklärung vom Oktober 2000 zur Profession des Lehrerberufes, die federführend vom VBE initiiert worden sei". Die ADJ setze auf eine Reform der Lehrerbildung, um Wissenschaft und schulische Praxis zu einem einheitlichen Ganzen zusammenzuführen. Arlt und Behrend bekräftigen die Forderung der ADJ, dass alle Lehrämter an die Universität gehörten. Sonderwege, wie die Pädagogischen Hochschulen in Baden-Württemberg, hätten dabei keinen Platz und seien der späteren Arbeit an den Schulen auch gegenläufig. "Es kommt doch auch niemand auf die Idee, Kinderärzte kürzer und schlechter auszubilden, nur weil sie mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben", stellt Behrend fest.
ADJ-Bundesvorsitzender Arlt und der brandenburgische ADJ-Vorsitzende Bölke hatten am 4. Oktober auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem VBE-Bundesvorsitzenden Eckinger ihre Standpunkte zur Neu- und Ausgestaltung der Lehrerbildung in allen drei Phasen - Studium, Vorbereitungsdienst, berufsbegleitende Fort- und Weiterbildung - ausführlich dargestellt. Darin fordert die ADJ: ein mindestens dreiwöchiges Praktikum in einer Schule als Voraussetzung für die Aufnahme eines Lehramtsstudiums, dem sich ein mindestens achtsemestriges Studium an der Universität für alle Lehrämter anschließt. Ein gemeinsames Grundstudium für alle Lehrämter und studienbegleitende Pflichtpraktika in verschiedenen Schulstufen. Die Erhöhung der erziehungswissenschaftlichen Anteile für alle Lehrämter mit Ausbildung lehrerpersönlichkeitsbildender Inhalte. Eine 24-monatige Referendarszeit, damit es zu keiner Verringerung der Ausbildungsanteile an den Seminaren kommt. Einhergehend eine qualifizierte Aus- und Fortbildung der Fachleiter und Mentoren mit entsprechender Freistellung und Vergütung. Ein Fortbildungsangebot, das eine kontinuierliche pädagogische und psychologische Begleitung der Kinder und Jugendlichen gewährleistet. ¨
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