Ahnen: Land baut Angebot an dualen Studiengängen weiter aus

Die Landesregierung baut das Angebot an dualen Studiengängen spürbar aus. "Um die Übergänge zwischen allgemeiner, beruflicher und hochschulischer Bildung weiter zu erhöhen, werden wir einen Schwerpunkt auf den Ausbau dualer Studiengänge setzen. Dies ist sowohl im Interesse junger Menschen als auch von Unternehmen, die qualifizierte Fachkräfte brauchen", teilte Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, auf Anfrage der FDP-Fraktion mit.

06.06.2008 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

Die Zahl der dualen Studiengänge sei von 8 im Wintersemester 2003/2004 auf 15 im laufenden Sommersemester gestiegen. "Derzeit sind an unseren staatlichen Fachhochschulen acht neue duale Studiengänge in Planung", kündigte Ahnen an. In den Bereichen Weinbau, Logistik, Prozess- und Versorgungstechnik, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und Betriebswirtschaft würden in diesem und im kommenden Jahr neue Angebote entstehen und die Anzahl der Studierenden in dualen Studiengängen von derzeit 522 weiter steigern.

Ahnen kündigte an, dass die Landesregierung darüber hinaus weitere Maßnahmen zum Ausbau der dualen Studiengänge initiiere. Darauf habe sich das Ministerium in Absprache mit der im Jahr 2004 eingesetzten Landeskommission für duale Studiengänge verständigt, deren gesetzlicher Auftrag es sei, Empfehlungen für die Einrichtung und Ausgestaltung der dualen Studiengänge zu geben und geeignete Instrumente für die Öffentlichkeitsarbeit zu entwickeln.

Zum 1. Oktober dieses Jahres werde das Land am Standort der Fachhochschule Koblenz eine Geschäftsstelle für duale Studiengänge einrichten, teilte Ahnen mit. "Diese wird als zentrale Anlauf- und Beratungsstelle für Unternehmen dienen und Interessenten für solche Studiengänge betreuen", so die Ministerin. Damit werde die Einrichtung von weiteren dualen Studiengängen erleichtert.

Der Internetauftritt www.dualesstudium.rlp.de solle weiterentwickelt und der Begriff "Duale Hochschule Rheinland-Pfalz" als Dachmarke eingeführt werden, die der Bewerbung von dualen Studiengängen dienen solle.

Duale Studiengänge kombinieren die berufliche Ausbildung mit einem wissenschaftlichen Studium. Für Studierende liege der Vorteil im Erwerb von zwei berufsqualifizierenden Abschlüssen, einer Verkürzung der Gesamtausbildungszeit, einer guten Rückkopplung zwischen theoretischen Inhalten und betriebspraktischen Erfahrungen und guten Übernahmechancen im ausbildenden Unternehmen nach Abschluss des Studiums, erklärte Ahnen.

Die Vorteile für die beteiligten Unternehmen lägen insbesondere in der frühzeitigen und langfristigen Bindung von jungen qualifizierten Fachkräften und einer idealen Verzahnung von akademischem Wissen und praxisnaher, betrieblicher Ausbildung. Mit dem Ausbau dualer Studiengänge schärften die Hochschulen überdies ihr jeweiliges Profil. Gerade die Fachhochschulen könnten mit diesem Angebot die Kooperation mit der Wirtschaft ausbauen, den Wissenstransfer beschleunigen und den Praxis- und Anwendungsbezug ihrer Studienangebote stärken, meinte die Ministerin.

"Damit die Fachhochschulen dies alles auch tatsächlich leisten können, stellen wir ihnen für die Neueinrichtung von dualen Studiengängen zusätzliche Mittel als Anschubfinanzierung zur Verfügung". Zudem erhalten die Fachhochschulen aus dem Hochschulsondervermögen Wissen schafft Zukunft II in Höhe von 200 Millionen Euro unter anderem ab 2009 64 neue Stellen zugewiesen.

"Ich bin davon überzeugt, dass wir mit dem Ausbau der dualen Studiengänge einem gesellschaftlichen Bedürfnis Rechnung tragen. Die Landesregierung stellt sich der Aufgabe, jungen Menschen durch eine qualifizierte Ausbildung die bestmöglichen Chancen für ihre Zukunft zu eröffnen und gleichzeitig den steigenden Bedarf an erstklassig ausgebildeten Fachkräften sicherzustellen", resümierte die Ministerin.


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