Angebot aus Harvard abgelehnt

Der Preisträger des Niedersächsischen Staatspreises 2008, Professor Dr. Stefan Hell, bleibt am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen undwird weiterhin für die Spitzenforschung in Niedersachsen arbeiten. Dies wurde am (heutigen) Mittwoch bekannt. Ein Angebot der Universität Harvard lehnte der Forscher zugunsten Göttingens ab.

19.11.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Ministerium für Wissenschaft und Kultur

Hell ist für die Entwicklung neuer hoch leistungsfähiger Lichtmikroskope in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem Deutschen Zukunftspreis und dem Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) ausgezeichnet worden. Am Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen arbeiten unter der Leitung von Hell Physiker, Chemiker, Biologen und Ingenieure daran, die sogenannte "Nanoskala" der Zelle zu erschließen.

"Wir freuen uns, dass es gelungen ist, Professor Hell zu halten. Dass er sich für Niedersachsen entschieden hat, ist ein positives Signal für die Spitzenforschung in Deutschland und zeigt die herausragende Qualität des Forschungsstandorts Niedersachsen", sagte der Niedersächsische Wissenschaftsminister, Lutz Stratmann.

In der Vergangenheit konnten in Zusammenarbeit mit der Universität Göttingen bereits wesentliche neue Erkenntnisse im Bereich der Neurobiologie vor allem im Forschungszentrum und im Exzellenzcluster "Neurophysiologie des Gehirns" erzielt werden. Die Arbeiten der Forschergruppe werden von der Max-Planck-Gesellschaft getragen und zusätzlich mit fünf Millionen Euro durch das Land Niedersachsen in den kommenden Jahren unterstützt, um neue Bereiche für die Grundlagenforschung zu eröffnen.

Das Max-Planck-Institut für Biophysikalische Chemie in Göttingen ist eines der größten Institute der Max-Planck-Gesellschaft mit dem Forschungsschwerpunkt molekulare Prozesse in der Zelle sowie in Flüssigkeiten und Gasen. Das Institut hat einen interdisziplinären Forschungsansatz und nutzt so das Potenzial, das sich am Übergang von Physik, Chemie und Biologie ergibt.


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