Auszeichnung für das beste Konzept einer Hochschule bei der Verwirklichung des Gleichstellungsauftrags geht an die Universität Erlangen-Nürnberg

Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung für das beste Konzept einer Hochschule bei der Verwirklichung des Gleichstellungsauftrags hat Wissenschaftsminister Thomas Goppel an die Universität Erlangen-Nürnberg verliehen.

08.09.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Wie der Minister am Montag in München bei der Preisverleihung betonte, hat die Universität Erlangen-Nürnberg bei der Umsetzung des neuen Hochschulrechts einen klaren Schwerpunkt auf die Gleichstellung von Frauen und Männern gelegt. Goppel: "Das Konzept der Universität Erlangen-Nürnberg zeichnet sich dadurch aus, dass es die Möglichkeiten des Hochschulrechts – vor allem das Instrument der Zielvereinbarungen – nutzt, um die Gleichberechtigung von Frauen und Männern durchzusetzen." Mit allen Fakultäten sind individuelle Ziele zur Erhöhung des Frauenanteils vereinbart worden. Die Zielvereinbarungen sehen zudem ein gezieltes Head-Hunting von Wissenschaftlerinnen vor. Darüber hinaus sollen Berufungsausschüsse zu einem größeren Teil mit Frauen besetzt werden. Und schließlich übernehmen Nachwuchswissenschaftlerinnen der Universität Erlangen-Nürnberg Gastprofessuren an unterschiedlichen Fakultäten.

Die Gleichstellung von Frauen und Männern mit dem Ziel der Erhöhung des Frauenanteils in der Wissenschaft ist ein zentrales Anliegen bayerischer Hochschulpolitik und ein Leitprinzip des Bayerischen Hochschulgesetzes. Goppel: "Mit der heute verliehenen Auszeichnung wollen wir die Erfolge bei der Gleichstellung von Frauen und Männern an den Hochschulen würdigen, den insgesamt positiven Trend weiter vorantreiben und ge-

rade die Zahl der Professorinnen steigern." Rund die Hälfte der Studierenden in Bayern sind Frauen. Der Frauenanteil bei Promotionen in Bayern ist inzwischen auf über 41 Prozent gestiegen. Bei den Habilitationen liegt er bei 25 Prozent. Bei den Neuberufungen hat der Anteil der Frauen die 20-Prozent-Marke überschritten. Der Anteil von Frauen bei den Professoren insgesamt liegt derzeit bei 11 Prozent. Goppel appellierte an die Hochschulen, vor allem im Hinblick auf den bevorstehenden Generationswechsel bei den Lehrenden sowie auf die 3.000 zusätzlichen Stellen des Ausbauprogramms Frauen verstärkt für eine wissenschaftliche Laufbahn zu ermutigen. "Wir müssen das Potenzial an begabten Wissenschaftlerinnen besser ausschöpfen", so der Minister.


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