Baden-Württemberg für ausländische Studierende attraktiv

Die baden-württembergischen Hochschulen sind international sehr attraktiv. Rund 28.300 ausländische Studierende haben sich im Wintersemester 2005/06 bei ihrem Studienaufenthalt in Deutschland für Baden-Württemberg entschieden. Dies ist das Ergebnis des neuesten Datenreports "Wissenschaft weltoffen", der gemeinsam vom DAAD und der HIS Hochschul-Informations-System GmbH herausgegeben wurde.

15.08.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der Anteil der Studierenden mit ausländischer Staatsangehörigkeit und einer im Ausland erworbenen Hochschulzugangsberechtigung (Bildungsausländer) an der Gesamtzahl der Studierenden an den Hochschulen im Land betrug 11,6 Prozent. Damit lag er deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 9,5 Prozent. Das Flächenland Baden-Württemberg nahm im bundesweiten Vergleich hinter dem Saarland und Bremen die dritte Position ein.

"Baden-Württemberg ist mit seiner breit gefächerten und international renommierten Hochschullandschaft bei ausländischen Studierenden sehr gefragt. Das über Jahre hinweg konstante Interesse zeigt, dass der Internationalisierungsprozess im Land gut vorangeschritten ist und die Hochschulen im weltweiten Wettbewerb eine wichtige Rolle spielen", kommentierte Staatssekretär Dr. Dietrich Birk am 15. August in Stuttgart die Ergebnisse der neuesten Erhebung zur Internationalität von Studium und Forschung in Deutschland.

Hochschulen im Land mit hohen Anteilen an Bildungsausländern

Mit den Universitäten Stuttgart (21,7 Prozent), Karlsruhe (17,4 Prozent), Heidelberg (16,8 Prozent) und Freiburg (15,2 Prozent) sind allein vier Landesuniversitäten unter den deutschlandweit zwölf staatlichen Universitäten mit dem höchsten Anteil an ausländischen Studierenden.

Bei den traditionell international ausgerichteten Kunst- und Musikhochschulen liegen die Musikhochschulen Freiburg, Karlsruhe und Trossingen mit rd. 44 bis 40 Prozent im deutschlandweiten Vergleich an 3. bis 5. Stelle. Bei den staatlichen Fachhochschulen hat die Hochschule Reutlingen mit 18,5 Prozent den höchsten Anteil an Bildungsausländern. Auch die Hochschulen Mannheim und Karlsruhe liegen mit 15,2 Prozent bzw. 12,0 Prozent auf Spitzenplätzen.

Großbritannien und USA wichtige Zielländer deutscher Studierender

Umgekehrt sind auch die deutschen Studierenden international sehr mobil. Die Zahl der im Ausland studierenden Deutschen liegt einer in "Wissenschaft-weltoffen" zitierten Erhebung der OECD zufolge mit rd. 62.000 hinter China, Indien und Südkorea an vierter Stelle. Die wichtigsten Zielländer der Deutschen sind Großbritannien (16,2 Prozent) und die Vereinigten Staaten (12,7 Prozent).

Das Land unterstützt die internationalen Kooperationen baden-württembergischer Hochschulen. "Die bestehenden Verbindungen wollen wir durch eine verstärkte und projektbezogene wissenschaftliche Zusammenarbeit und neue Kontakte zu führenden ausländischen Universitäten stetig ausbauen", stellte Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Dietrich Birk besonders heraus. Generell müsse das Land die Rahmenbedingungen für die internationale Zusammenarbeit im Wissenschaftsbereich schaffen, um die Wettbewerbsfähigkeit der baden-württembergischen Hochschulen auf dem weltweiten Wissensmarkt zu steigern.

USA, Malaysia und Frankreich wichtige Herkunftsländer

Spezifisch für Baden-Württemberg waren die besonderen Länderschwerpunkte USA, Frankreich, Schweiz und Malaysia. Das Land nahm 26,2 Prozent aller in Deutschland Studierenden aus den Vereinigten Staaten und 43,2 Prozent der Studierenden aus Malaysia auf. 21,6 Prozent der aus Frankreich kommenden Studierenden und 20,6 Prozent der Schweizer Studierenden entschieden sich für eine Hochschule in Baden-Württemberg.

Die Hochschulen im Land sind besonders bei den ausländischen Studienanfängern sehr beliebt. Baden-Württemberg nahm mit 9.790 ausländischen Hochschülern (Bildungsausländer) und damit 19,7 Prozent aller Studienanfänger gegenüber 15,7 Prozent bundesweit einen der vordersten Plätze ein. Das Land liegt damit hinter Berlin, Saarland und Brandenburg. In der Reihenfolge der Herkunftsländer lagen die Vereinigten Staaten an erster Stelle. 30 Prozent aller US-amerikanischen Studienanfänger, die im Jahr 2005 nach Deutschland gingen, wählten eine baden-württembergische Hochschule aus. Zweithäufigstes Herkunftsland war Frankreich, gefolgt von China.

Weitere Informationen: www.wissenschaft-weltoffen.de


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