Baden-Württemberg hat die meisten Hochschulen in Deutschland

Zum Wintersemester 2006/07 gab es in Baden-Württemberg insgesamt 70 Hochschulen, die auf 76 Standorte in 38 Gemeinden des Landes verteilt waren. Hinzu kamen noch acht Berufsakademien, die aber nicht entsprechend der Hochschulstatistik erfasst werden. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes hatte Baden-Württemberg damit bundesweit die höchste Anzahl an Hochschulen, aber mit derzeit 242 938 nicht die meisten Studierenden. An den acht Berufsakademien waren nach Angaben des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst im Studienjahr 2006/2007 rund 19 300 Studierende eingeschrieben.

20.09.2007 Baden-Württemberg Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-Württemberg

Die Hochschulen des Landes konzentrieren sich hauptsächlich in den Stadtkreisen. Dort befinden sich allein 36 Hochschulen, an denen im Wintersemester 2006/07 zwei Drittel der insgesamt 242 938 Studierenden eingeschrieben waren. Bezogen auf die Kreise des Landes hatte der Stadtkreis Stuttgart mit 9 Hochschulen und 35 782 die meisten Studierenden, gefolgt vom Stadtkreis Heidelberg (30 666), dem Stadtkreis Karlsruhe (28 425), dem Stadtkreis Freiburg (28 219) und dem Landkreis Tübingen (23 175). Die wenigsten Studierenden gab es in den Landkreisen Waldshut, Schwäbisch-Hall, Karlsruhe und Bodenseekreis. Bei einer Verteilung der Studierenden nach Kreisen ist allerdings zu beachten, dass 15 Landkreise keine Hochschulen haben.

Die 70 Hochschulen Baden-Württembergs variieren stark bezüglich der Anzahl an Studierenden. So gehören die neun staatlichen Universitäten ausnahmslos zu den Hochschulen mit den meisten Studierenden. Auf Rang eins lag die Universität Heidelberg mit 24 701 Studierenden, gefolgt von den Universitäten Tübingen (22 777), Freiburg (21 166) und Stuttgart (19 769). Die "kleinste" staatliche Universität ist Hohenheim mit 5 972 Studierenden. Hinter der Universität Hohenheim folgen die Fachhochschulen Karlsruhe mit 5 834 Studierenden und Heilbronn mit 5 537 Studierenden.

Trotz dieser Hochschulen mit vielen Studierenden besitzt Baden-Württemberg eine Hochschulstruktur, die sich auch durch kleine und teilweise hoch spezialisierte Ausbildungsstätten auszeichnet. So hatten 32 der insgesamt 70 Hochschulen des Landes im Wintersemester 2006/07 weniger als 1 000 Studierende. Zu den Hochschulen mit wenig Studierenden gehörten beispielsweise die Gustav-Siewerth-Akademie in Bierbronnen, das Theologische Seminar Reutlingen oder die erst kürzlich gegründete Heilbronn Business School.

Die 20 größten Hochschulen in Baden-Württemberg im Wintersemester 2006/07 nach Anzahl der eingeschriebenen Studierenden
Rang HochschuleStudierendeVeränderung zum Vorjahr
Anzahlin %
1) Im Vorjahr: Summe der am 1.10.2006 fusionierten Hochschulen Esslingen (Technik) und Esslingen (Sozialwesen).

2) Im Vorjahr: Summe der am 1.10.2006 fusionierten Hochschulen Mannheim (Technik) und Mannheim (Sozialwesen).

1Universität Heidelberg24.701+ 0,7
2Universität Tübingen22.777+ 0,8
3Universität Freiburg21.166– 0,1
4Universität Stuttgart19.769– 1,4
5Universität Karlsruhe17.915+ 2,0
6Universität Mannheim11.225– 0,5
7Universität Konstanz9.684– 2,3
8Universität Ulm7.074– 1,7
9Universität Hohenheim5.972+ 6,7
10Hochschule für Technik Karlsruhe5.834– 0,2
11Hochschule für Technik und Wirtschaft Heilbronn 5.537+ 4,1
12Hochschule Esslingen1)5.085– 0,4
13Pädagogische Hochschule Ludwigsburg 4.736– 0,1
14Pädagogische Hochschule Freiburg4.609– 2,5
15Hochschule für Gestaltung, Technik Pforzheim4.435– 3,7
16Hochschule Mannheim2)4.433– 0,9
17Pädagogische Hochschule Heidelberg4.331+ 0,3
18Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen3.809– 2,8
19Hochschule Furtwangen - Informatik, Technik, Wirtschaft, Medien3.805+ 3,1
20Hochschule für Technik und Wirtschaft Aalen3.645+ 3,4

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