Baden-Württemberg hat viel für die Zukunft der Luft- und Raumfahrt zu bieten

"Luft- und Raumfahrt sind in dieser Region zuhause, ja wurden zum Teil hier erfunden - man denke nur an die Namen Dornier und Zeppelin. Und auch für die Zukunft der Luft- und Raumfahrt hat Baden-Württemberg einiges zu bieten. Ich freue mich deshalb besonders, diesen Kongress für die Landesregierung begrüßen zu dürfen."

26.09.2005 Baden-Württemberg Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Dies erklärte Wissenschaftsminister Prof. Dr. Peter Frankenberg am 26. September in Friedrichshafen zur Eröffnung des Deutschen Luft- und Raumfahrtkongresses.

Friedrichshafen und Baden-Württemberg bieten nach den Worten des Ministers "heute mehr denn je einen fruchtbarer Boden für Innovationen - dieses Land gehört zu den innovativsten Regionen Europas". Der Spitzenplatz in Sachen Wissenschaft und Technologie sei auch Ergebnis einer langfristigen Wissenstradition des deutschen Südwestens, die sich etwa in den Namen Johannes Kepler, Philipp Matthäus Hahn und Albert Einstein zeige, aber auch auf literarischem und philosophischem Gebiet mit den Namen Hegel, Heidegger und Gadamer, Schiller und Hesse. "In dieser Atmosphäre konnten auch Tüftler und Erfinder erfolgreich sein, die 'Wissenschaft zum Laufen' brachten, wie Ferdinand Graf von Zeppelin, Carl Benz, Gottlieb Daimler, Wilhelm Maybach, Robert Bosch und Artur Fischer. Letztlich verdanken wir diesen Genies und ihren geistigen Nachfahren unseren Wohlstand im Land." (Frankenberg)

Im Hochtechnologie-Land Baden-Württemberg bilde die Luft- und Raumfahrt "einen Schwerpunkt unserer Wirtschafts- und Wissenschaftslandschaft", so der Minister. Ein leuchtendes Beispiel dafür und auch für die transatlantische Zusammenarbeit sei das deutsch-amerikanische "Sofia"-Projekt, dessen deutscher Stützpunkt Stuttgart ist.

"Sofia" steht für "Stratosphären Observatorium für Infrarot-Astronomie": Durch ein in rund 14 km Höhe über der Erde fliegendes Riesenteleskop erwarten die Astronomen neue Einblicke in die Tiefen des Weltalls. Sieben Institute der Stuttgarter Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik - es ist die einzige Fakultät dieser Art in Deutschland - sind an dem Projekt beteiligt und arbeiten ständig an der Optimierung des Teleskops und seiner wissenschaftlichen Nutzung. Frankenberg: "Die Exzellenz der Leistungen schlägt sich für die Fakultät in einem beeindruckenden Drittmittelaufkommen nieder, das in den zurückliegenden Jahren auch schon die 10 Millionen Euro-Marke überschritten hat."

Weitere herausragende Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, so der Minister, böten das Karlsruher "Institut für Thermische Strömungsmaschinen", wo man seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Flugtriebwerke forscht mit dem Ziel, deren Wirtschaftlichkeit, Sicherheit und auch Umweltfreundlichkeit zu verbessern, sowie das "Institut für Raumfahrtantriebe" des DLR in Lampoldshausen, das "wegen seiner Raketenprüfstände ein Alleinstellungsmerkmal besitzt und über ein exzellentes wissenschaftlich-technologisches Know-how verfügt". Das Institut sei heute ein attraktiver Partner für die Europäische Weltraumorganisation und die europäische Raumfahrtindustrie.


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