Forderung

BAföG-Erweiterungen zur Bewältigung der Auswirkungen der Coronakrise

Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling, setzt sich für eine Ausweitung des Zugangs zum BAföG ein, um durch die Coronakrise aufgetretene finanzielle Notlagen bei Studierenden abzumildern.

22.04.2020 Bremen Pressemeldung Bremen Senatorin für Wissenschaft und Häfen
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Schilling: „Eine Erweiterung des BAföG wäre eine sinnvolle Maßnahme, da dadurch die finanzielle Unterstützung zur Hälfte als Darlehen und zur Hälfte als Zuschuss erfolgt. Andernfalls könnten insbesondere junge Menschen aus bildungsfernen Schichten, die sich vor der Aufnahme eines Darlehens scheuen, vom Studium abgehalten werden oder es nicht fortsetzen. Das sollte aus sozialen Gesichtspunkten unbedingt vermieden werden.“

Für die Senatorin ist es wichtig, den Studierenden schnell, unbürokratisch und wirksam zu helfen. Schilling: „Wir in Bremen haben als eine Maßnahme bereits den Darlehensfonds beim Studierendenwerk auf 500.000 Euro aufgestockt. Doch dies kann nur ein erster Schritt sein. Jetzt geht es darum, dass auch der Bund finanzielle Notlagen der Studentinnen und Studenten durch Regelungen im Rahmen des BAföG auffängt.“

Schilling fordert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) den Zugang zum BAföG kurzfristig zu erweitern. Die Senatorin: „Das bedeutet auch, dass ein schneller Zugang möglich sein muss, wenn sich die Einkommensverhältnisse der Eltern durch die Coronakrise, wie beispielsweise durch Kurzarbeit, verändert haben.“ Ebenfalls solle das BAföG auch für ausländische Studierende geöffnet werden, die überproportional vom Verlust des Einkommens betroffen sind und die insgesamt auch häufig nur unzureichend abgesichert sind.

Das Sommersemester 2020 soll zudem nicht die Förderungshöchstdauer beim BAföG negativ beeinflussen. Schilling: „Ich bin dafür, dass das Sommersemester 2020 generell nicht auf die Förderungshöchstdauer anzurechnen ist.“


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