BAföG regelmäßig erhöhen
Studentenwerke begrüßen 25. BAföG-Novelle, fordern aber mehrere Verbesserungen. Regelmäßige Erhöhung, Altersgrenzen abschaffen, BAföG auch für Teilzeitstudierende, Förderungshöchstdauer erhöhen auf Regelstudienzeit plus zwei Semester. Forderung: Einheitlicher, bundesweiter Online-Antrag ab August 2016.
04.12.2014 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkDas BAföG muss ebenso regelmäßig erhöht werden wie die Diäten der Bundestagsabgeordneten. Das fordern die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen Studentenwerke.
Auf ihrer Jahresversammlung in Berlin am 3. und 4. Dezember erarbeiteten die 150 Delegierten aus allen Studentenwerken Deutschlands einen Katalog von Forderungen zum BAföG.
"Wenn die Länder am 19. Dezember 2014 im Bundesrat dem Gesetzespaket 25. BAföG-Novelle und Grundgesetzänderung zustimmen, hat der Bund ab kommendem Jahr die alleinige Verantwortung fürs BAföG", erläutert DSW-Präsident Prof. Dr. Dieter Timmermann. "Dann hat der Bund auch den vollen Handlungsspielraum."
"Das BAföG muss nun regelmäßig an die Entwicklung von Preisen und Einkommen angepasst werden. Das ist die wichtigste Konsequenz für den Bund, die sich aus seiner vollen Verantwortung für das BAföG ergibt", so Timmermann.
Die für den August 2016 von der Bundesregierung angekündigte Online-Beantragung des BAföG müsse über eine einheitliche, bundesweite Lösung realisiert werden, heißt es in einer Resolution der Studentenwerke.
Die Studentenwerke fordern überdies diese Verbesserungen beim BAföG:
- Anhebung des nicht anzurechnenden Vermögens auf 12.000 Euro
- Abschaffung der Altersgrenzen
- Erhöhung der Förderungshöchstdauer auf Regelstudienzeit plus zwei Semester
- BAföG auch für Teilzeit-Studierende und ältere Studierende
- Wiedereinführung des Schüler/innen-BAföG für allgemeinbildende Schulen
- Mitnahme des BAföG in alle 47 Bologna-Staaten
- direkte Auszahlung des Kindergeld an Studierende
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