Bayerns Universitäten: Höchststand an Habilitationen

Wie Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Freitag in München mitteilte, haben sich damit 2004 mehr junge Wissenschaftler als je zuvor habilitiert.

27.05.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Die Zahl der Habilitationen habe das bisherige Maximum des Vorjahres von 389 um rund 13 Prozent übertroffen. Besonders begrüßte der Minister, dass 92 Frauen im Jahr 2004 ihr Habilitationsverfahren erfolgreich abgeschlossen haben. Dies entspricht einem Anteil von 21 Prozent; im Schnitt der vergangenen zehn Jahre waren es noch 15 Prozent. Goppel: "Mit den jungen Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern ist eine qualitativ hochwertige Besetzung der in den nächsten Jahren frei werdenden Professuren sichergestellt."

Der Minister wertete diese Entwicklung als "einen Beleg dafür, dass die Habilitation als Qualifikationsweg nach wie vor attraktiv ist und keineswegs ausgedient hat". Bei dem Versuch der Bundesregierung, die Habilitation mit dem 5. Hochschulrahmenänderungsgesetz faktisch abzuschaffen, habe es sich "ganz klar um eine ideologisch motivierte Fehlsteuerung gehandelt, der das Bundesverfassungsgericht mit der sog. 'Entscheidung zur Juniorprofessur' vor knapp einem Jahr einen Riegel vorgeschoben hat." Die bisherige Bundesregierung wollte mit dem Hochschulrahmenrecht die Juniorprofessur als Qualifikationsmodell mit Ausschließlichkeitscharakter einführen, was Karlsruhe im Juli letzten Jahres auf eine Klage Bayerns und anderer unionsgeführter Länder hin als verfassungswidrig erklärt hat. Bayern wird die Juniorprofessur als eines von mehreren Modellen auf dem Weg zu einer Professur mit der großen Novelle des Bayerischen Hochschulgesetzes rechtlich verankern. Diese umfassende Hochschulreform soll im Frühjahr 2006 in Kraft treten.


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