Studienreform

Bayerns Universitäten und Hochschulen bieten Interessenten über 700 Masterstudiengänge an

Die bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften bieten über 700 Masterstudiengänge an, davon sind lediglich ein Dutzend zulassungsbeschränkt. Diese Zahl macht klar: Es gibt ausreichend Studienplätze für Masterstudiengänge im Freistaat Bayern. Bayern hatte angesichts des zu erwartenden Anstiegs von Studierendenzahlen durch den doppelten Abiturientenjahrgang und die Aussetzung der Wehrpflicht Vorsorge getragen.

19.11.2013 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Forderung eines "Master für alle", die die Grünen erhoben haben, scheint wenig praxisgerecht. Hier muss es darum gehen, dass Studierende entsprechend ihren eigenen Vorstellungen und Leistungen einen entsprechenden Weg an den Hochschulen gehen können.

Anzahl der Studienplätze durch Ausbauprogramm massiv ausgeweitet

Mit einem eigenen Ausbauprogramm konnte der Freistaat zusammen mit den bayerischen Hochschulen im Vorfeld des doppelten Abiturientenjahrgangs 2011 die Anzahl der Studienplätze um 38.000 erhöhen, dazu wurden 3.000 Stellen für Dozenten neu geschaffen. Darüber hinaus hat der Freistaat im Doppelhaushalt 2013/2014 die Grundlagen für die Schaffung weiterer 10.000 Studienplätze gelegt. 5.000 davon sind bereits umgesetzt. Dafür wurden 400 Stellen eingesetzt. Die weiteren 5.000 Studienplätze folgen.

Das Ministerium steht im engen Dialog mit den Hochschulen und hat ein spezielles bayerisches Masterprogramm erstellt, das insbesondere die Spitzennachfrage nach Masterstudienplätzen abfedern wird, die sich aus dem doppelten Abiturientenjahrgang ergeben kann. Darüber wird der bayerische Ministerrat noch im Herbst entscheiden.

Bachelor ist erster berufsbefähigender Abschluss

Der Bachelor ist wie das Staatsexamen ein erster akademischer Abschluss. Nach einer ersten Erhebung des Bayerischen Instituts für Hochschulforschung und Hochschulplanung IHF haben Bachelorabsolventen ebenso gute Marktchancen wie Diplom- oder Masterabsolventen und das bei einer nahezu vergleichbaren Einkommenssituation.

Eine deutliche Einschränkung des Bachelorangebots mit dem Ziel, das Masterangebot auszuweiten, würde in unvertretbarer Weise die jungen Menschen privilegieren, die bereits einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss haben und einen zweiten erwerben möchten.


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