Nationales Zentrum

Bessere Aus- und Weiterbildung für Mathelehrer

(red/pm) Deutschland bekommt ein Nationales Zentrum für Lehrerbildung, das sich mit der Fort- und Weiterbildung im Fach Mathematik beschäftigen wird. Die Deutsche Telekom Stiftung hat jetzt eine Ausschreibung zur Einrichtung eines solchen Zentrums gestartet. Bewerben können sich Hochschulen, die Lehrkräfte in den Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) ausbilden. In den Aufbau und Betrieb des Zentrums investiert die Stiftung in den kommenden fünf Jahren rund fünf Millionen Euro.

20.01.2011 Artikel
  • © Deutsche Telekom Stiftung

"Die Deutsche Telekom Stiftung folgt damit der Empfehlung der Expertengruppe 'Mathematik entlang der Bildungskette'", erläutert Dr. Ekkehard Winter, Geschäftsführer der Stiftung. "Ziel ist es, die Kompetenzen von Lehrkräften in Deutschland deutlich zu stärken. Die Arbeit des Zentrums konzentriert sich dabei zunächst auf das Fach Mathematik, denn gute mathematische Bildung ist die Grundlage für den Kompetenzauf- und -ausbau in den anderen MINT-Fächern. Perspektivisch soll sich das Nationale Zentrum auch um die fachwissenschaftliche und fachdidaktische Fort- und Weiterbildung in den anderen MINT-Bereichen kümmern."

Das Zentrum wird - angelehnt an erfolgreiche Initiativen in England, Österreich oder Schweden - Lehrkräfte bundesweit ansprechen, sie über theorie- und praxisrelevante Entwicklungen informieren, innovative Fort- und Weiterbildungskonzepte anbieten und Forschungs- und Entwicklungsprojekte durchführen. Zu den einschlägigen Forschungsgebieten zählen insbesondere die Schul- und Unterrichtsentwicklungsforschung. Eine Informationsplattform wendet sich an alle Mathematiklehrkräfte, ein Blended-Learning-Weiterbildungsstudiengang an die Multiplikatoren in den bestehenden Fort- und Weiterbildungssystemen der Länder. Einen besonderen Fokus legt das Zentrum auf Lehrkräfte der nicht-gymnasialen Bildungsgänge sowie auf fachfremd unterrichtende Lehrerinnen und Lehrer.

Interessierte Hochschulen/Forschungseinrichtungen müssen bis zum 11. Februar 2011 ein zweiseitiges Grobkonzept und bis zum 29. April 2011 einen Vollantrag einreichen. Eine international besetzte Jury unter Leitung von Professor Jürgen Baumert wird die Konzepte prüfen und bewerten. Die Entscheidung ist für Sommer 2011 geplant, so dass mit dem Aufbau des Zentrums bereits im Herbst 2011 begonnen werden kann.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden