"Bildung für alle" ist erklärtes Ziel für die internationale Agenda

Welchen Beitrag kann Bildung bei der Lösung gesellschaftlicher Probleme leisten? Welche Aufgaben übernimmt Bildung bei der Entwicklung von Perspektiven für ein friedliches Zusammenleben der Länder? Über diese und andere Fragen diskutierten in den vergangenen zwei Tagen hochrangige Regierungsvertreter der BMENA-Staaten (Broader Middle East and North Africa) und der G8-Staaten unter dem Vorsitz von Bundesbildungs- und Forschungsministerin Annette Schavan und des omanischen Erziehungsministers Yahya Al Sulaimy in Bonn. Im Fokus der dritten dieser Bildungsministerkonferenzen standen Themen zu den Bildungsbereichen Schule, berufliche Bildung, Alphabetisierung/ Erwachsenenbildung sowie Hochschulbildung. Bundesministerin Schavan betonte in ihren Schlussworten: "Die Konferenz hat bestätigt, dass Bildungsfragen kein Schattendasein mehr führen. Unser erklärtes Ziel ist die qualifizierte Bildung und damit gesellschaftliche Teilhabe für alle. Wir wollen erreichen, dass jedes Kind auf der Welt die Schule besuchen kann und den Anforderungen des Arbeitslebens gewachsen ist."

22.11.2007 Pressemeldung Bundesministerium für Bildung und Forschung

Der omanische Bildungsminister Al Sulaimy lobte den konstruktiven internationalen Austausch: "Eines der wichtigsten Ergebnisse dieses Treffens ist die Fortsetzung des Dialogs zwischen den BMENA- und den G8-Staaten - ein Dialog auch zwischen allen, die Verantwortung für Bildung tragen. Die Konferenz ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam die Herausforderungen zu identifizieren und konstruktiv Möglichkeiten der Bildungspolitik zu deren Bewältigung zu erörtern."

Die zentralen Empfehlungen der Konferenz in Bonn werden Anfang Dezember im geplanten Forum für die Zukunft der G8-BMENA-Außenminister in Jemen vorgestellt: Bemühungen um Qualität und Relevanz sollen verstärkt werden. Sie tragen zum Abbau der Arbeitslosigkeit, zur Reduzierung des Analphabetismus und zur Erhöhung der Bildungs- und Erwerbsbeteiligung der Frauen bei.

Die Kommunikation zwischen den BMENA- und G 8-Staaten soll insbesondere in den Bereichen Alphabetisierung, Schul- und Berufsbildung und Hochschule verbessert werden.

Bildung ist nicht nur Anliegen der Fachminister. Wegen ihrer herausragenden Bedeutung für die Zukunftsfragen unserer Gesellschaften ist Bildung ein zentrales Anliegen der Regierungen als Ganzes. Wirtschaft, Sozialpartner und Zivilgesellschaft sollen stärker in die partnerschaftliche Verantwortung für Bildung einbezogen werden.

Den Bedürfnissen einer wachsenden Zahl von Schülern und Studierenden soll verstärkt Rechnung getragen werden. Dabei sind gleichwertig die besonders Begabten und die Benachteiligten zu fordern und zu fördern.

Die BMENA-Initiative ist ein partnerschaftliches Kooperations- und Dialogforum der Staaten und Gesellschaften des "Broader Middle East and North Africa" und der G8-Staaten. Neben den Außenministertreffen "Forum for the Future" finden regelmäßige Fachministerkonferenzen und Expertensitzungen statt. Die Federführung liegt dabei jeweils in den Händen eines BMENA-Landes, das von dem jährlich wechselnden G8-Vorsitz unterstützt wird.

Das vierte Bildungsministertreffen findet auf Einladung des omanischen Bildungsministers im Oktober 2008 in der omanischen Hauptstadt Muscat statt.


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