Bayern

BLLV-Präsident Wenzel: "Jeder im Bildungsbereich eingesparte Euro ist einer zu viel"

"Die Appelle der Studenten und Schüler müssen jetzt endlich gehört und umgesetzt werden." Mit diesen Worten zeigt sich der Präsident des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV), Klaus Wenzel, erneut solidarisch mit den für heute angekündigten landesweiten Protestaktionen an bayerischen Hochschulen.

15.12.2010 Pressemeldung Bayerischer Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) e.V.

Wenzel betonte ausdrücklich, das Engagement von Kultusminister Ludwig Spaenle und Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch anzuerkennen: "Beide haben sich sehr dafür eingesetzt, dass der Bildungsbereich von noch drastischeren Einsparungen verschont bleibt. Dennoch: Ihr Erfolg ist relativ, denn die Situation ist an den bayerischen Universitäten und Schulen äußerst angespannt und daran wird sich in absehbarer Zeit auch nichts ändern." Insofern könne er den Ärger der jungen Leute nachvollziehen und verstehen, sagte der BLLV-Präsident.

"Es ist nicht mehr vermittelbar, jungen Studenten pro Semester bis zu 500 Euro aus der Tasche zu ziehen, wenn gleichzeitig Seminare und Vorlesungen in überfüllten Räumen stattfinden müssen, weil zu wenig Geld für die Universitäten bereit steht." Es sei auch nicht mehr vermittelbar, die G8- Abiturienten im Stich zu lassen und sie mit denkbar schlechten Studienbedingungen zu belasten. "Genau so wenig ist es vermittelbar, seit Jahren den massiven Lehrermangel an Schulen zu beklagen, gleichzeitig aber mit kontraproduktiven Maßnahmen die Probleme zu verschärfen." Die Kürzung der Eingangsbesoldung angehender Lehrkräfte um rund 200 Euro sei nur ein Beispiel von vielen.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden