Bologna-Reform

"Bologna auf einem Bierdeckel"

(red/pm) "Bologna" sei zu einem Bürokratie-Monster verkommen. Eine flexible Gestaltung des Studiums sei nicht leichter, sondern schwieriger geworden. Trotzdem werde in der deutschen und in der europäischen Hochschulpolitik lediglich an den Symptomen herumgedoktert, anstatt eine notwendige Reform der Reform in Angriff zu nehmen. Das schreibt der Soziologe und Bologna-Kritiker Stefan Kühl in einem Gastbeitrag in der neuen Ausgabe des DSW-Journals des Deutschen Studentenwerks (DSW).

30.06.2015 Pressemeldung Deutsches Studentenwerk

Kühl ist Professor für Soziologie an der Universität Bielefeld; sein Buch "Der Sudoku-Effekt. Hochschulen im Teufelskreis der Bürokratie" gilt als eine der grundlegendsten Kritiken der Bologna-Reform.

Laut Kühl steckt die Bildungspolitik bei der Bologna-Reform in einem "Lock-in": Die Unmöglichkeit einer grundlegenden Reform wird damit begründet, dass man nicht mehr aus der gemeinsamen europäischen Vorgehensweise ausscheren könne, trotz aller berechtigten Kritik.

Sein Vorschlag für einen Ausweg aus diesem Dilemma ist simpel, quasi "Bologna auf einen Bierdeckel": Die Bologna-Reform wird auf eine einzige Vorgabe beschränkt, nämlich die, dass "das Studium an einer europäischen Hochschule grundsätzlich zweistufig ist mit einem ersten Abschluss nach frühestens drei Jahren zu gliedern." Alles andere wird den Hochschulen überlassen.

Lesen Sie hier den Text auf den Seiten 34 bis 35 dieses Downloads.


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