Bologna-Reform scheint auf gutem Weg
Mehr als die Hälfte der Bachelor-Studierenden an Deutschlands Hochschulen wollen nach ihrem Abschluss ein Master-Studium aufnehmen. Bachelor-Absolventen, die dies nicht tun, haben auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen. Zu diesen Ergebnissen kommen zwei Studien, die heute, kurz vor der Nationalen Bologna-Konferenz am Freitag, in Berlin vorgestellt wurden.
03.05.2011 Pressemeldung Deutsches StudierendenwerkDas Deutsche Studentenwerk (DSW), das sich für die sozialen Interessen der 2,2 Millionen Studierenden in Deutschland engagiert, nimmt die Ergebnisse erfreut zur Kenntnis. "Die Bologna-Reform scheint insgesamt auf gutem Weg", kommentiert DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf Dobischat, der bei der Bologna-Konferenz am Freitag teilnehmen wird.
Man müsse aber auch Defizite und kritische Punkte sehen, mahnt Dobischat. "Wenn die befragten Unternehmen und die Studierenden gleichzeitig mangelnden Praxisbezug im Bachelor-Studium sowie eine Überfrachtung mit Lernstoff beklagen, zeigt das, dass weiterhin Nachbesserungsbedarf besteht. Das muss am Freitag mit auf die Agenda."
Dobischat weiter: "Man darf auch nicht vergessen: Der Bologna-Prozess dauert länger und ist insgesamt zäher als geplant. Es tut sich viel, auf politischer Ebene, in den Ländern, erst recht in den Hochschulen. Aber ob und wie sich das alles tatsächlich konkret zugunsten der Studierenden auswirkt, bleibt abzuwarten."
Gemeinsame Studie "Mit dem Bachelor in den Beruf" vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft, dem Institut der deutschen Wirtschaft und dem Hochschul-Informations-System (164 Seiten):
www.stifterverband.info/publikationen_und_podcasts/positionen_dokumentationen/mit_dem_bachelor_in_den_beruf/mit_dem_bachelor_in_den_beruf.pdf
HIS-Studie: Studien- und Berufsperspektiven von Bachelorstudierenden in Deutschland (134 Seiten):
www.his.de/pdf/pub_fh/fh-201107.pdf
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