Bologna-Reform: Stifterverbandsgeneralsekretär Andreas Schlüter mahnt die Technischen Universitäten zu mehr Reformmut

Der Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft Andreas Schlüter kommentierte heute in Essen die Erklärung des Verbundes der Technischen Universitäten TU 9 zur Bologna-Reform vom 8.12.2009. Darin hatte der TU9-Präsident und Rektor der Universität Karlsruhe Horst Hippler sich mit den bildungsstreikenden Studenten solidarisiert und Wirtschaft und Politik in die Pflicht genommen.

09.12.2009 Pressemeldung Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft e.V.

Schlüter sagte dazu: "Die Technischen Universitäten machen es sich zu einfach, wenn sie Wirtschaft und Politik den Schwarzen Peter zuschieben. Durch ihre beharrliche Weigerung, sich konstruktiv auf den Bologna-Prozess einzulassen, haben sie die Probleme geschaffen, die sie jetzt beklagen. So haben sie über viele Jahre den Abschluss des Diplom-Ingenieurs verteidigt, statt die überholte Trennung von Theorie und Praxis in den alten Ingenieurstudiengängen aufzugeben und fachlichen Ballast abzuwerfen. Es kommt bei den akademischen Abschlüssen nicht auf die Verpackung an, sondern auf das Wissen und Können der Absolventen. Es ist deshalb zu begrüßen, wenn sich endlich auch die Ingenieurfakultäten auf die Reform einlassen. Sie können flexibel, autonom und qualitätsorientiert handeln, wie es Horst Hippler fordert, wenn sie nur wollen."

Zur Stellungnahme der TU9 (externer Link): www.tu9.de/presse/3310.php.


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