Bologna reformieren, Studierende besser betreuen und mehr Geld in Hochschulen investieren
Die GEW widerspricht Innovationsminister Pinkwart, die Bologna-Reform und die Einführung von Studienbeiträgen seien "Garanten für ein besseres Studium in NRW". In NRW leide die Qualität des Studiums schon seit Jahren unter einer chronischen Unterfinanzierung der Universitäten und Fachhochschulen.
25.11.2009 Pressemeldung GEW Nordrhein-Westfalen"Die Forderungen der Studierenden in den Bildungsstreiks sind berechtigt: Das Studium muss wieder studierbar werden. Die Strukturvorgaben für Bachelor- und Master-Studiengänge, die für überladene Studienpläne, Prüfungsstress und die fehlende Durchlässigkeit beim Übergang zum Master verantwortlich sind, gehören auf den Prüfstand, Landesregierung und Hochschulen dürfen sich nicht länger gegenseitig den schwarzen Peter zuschieben", erklärte heute GEW-Landesvorsitzender Andreas Meyer-Lauber in Reaktion auf die Äußerungen von Innovationsminister Andreas Pinkwart auf einer Pressekonferenz zur Entwicklung des Studiums in NRW.
Für eine Verbesserung der Betreuungsrelation zwischen Studierenden und Lehrenden benötigten die Hochschulen mehr Geld. 370 Millionen € zusätzliche Personalmittel seien laut eines Gutachtens der Hans-Böckler-Stiftung zufolge erforderlich, um im Schnitt 13 Studierende von einem Dozenten betreuen zu lassen (bisher ca. 16 Studierende).
Die Zielzahl des Hochschulpaktes 2020 (2. Teil), in den Jahren 2011-2015 mit 1,8 Mrd. EURO 90.000 zusätzliche Studienplätze in NRW zu schaffen und damit den Doppel-Abiturjahrgang 2013 zu versorgen, sei für gute Studienbedingungen zu knapp dimensioniert, so die GEW.
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