Bulmahn und Erdsiek-Rave: Mehr als ein Viertel aller Studiengänge in Deutschland auf Bachelor und Master umgestellt

Deutschland ist auf dem Weg zum Europäischen Hochschulraum sehr weit vorangekommen. Das erklärten die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Edelgard Bulmahn, und Ute Erdsiek-Rave, Bildungsministerin von Schleswig-Holstein, KMK, auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Kiel anlässlich der Präsentation des nationalen Berichts zum Stand der Umsetzung der Bologna-Reform.

11.02.2005 Pressemeldung Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung

Bulmahn: "Immer mehr Universitäten und Fachhochschulen in Deutschland stellen sich dem internationalen Wettbewerb. Im Sommersemester 2005 werden an deutschen Hochschulen mehr als 2.900 Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten". Das sei mehr als 26 Prozent am gesamten Studienangebot, so die Bundesbildungsministerin weiter.

Erdsiek-Rave betonte: "Bachelor- und Masterstudiengänge sind ein starker Hebel zur weiteren Internationalisierung der deutschen Hochschulen und bieten darüber hinaus die große Chance, die Studienstruktur grundlegend zu reformieren. Hier ziehen Bund und Länder an einem Strang". Erdsiek-Rave und Bulmahn wiesen darauf hin, dass die Akzeptanz der neuen Studiengänge bei Studierenden und Arbeitgebern deutlich gewachsen sei. "Für die Hochschulen ist der Bologna-Prozess zugleich der Auslöser für inhaltliche Reformen der einzelnen Fächer", so Erdsiek-Rave weiter.

Der nationale Umsetzungsbericht dient der Vorbereitung auf die nächste Bologna-Konferenz, die am 19./20. Mai 2005 in Bergen/Norwegen stattfinden wird.

Die Förderung der Mobilität der Studierenden sei das zentrale Ziel der Bologna-Reform, so die beiden Ministerinnen. Bulmahn: "Auch hier ist Deutschland spürbar vorangekommen. Die Anerkennungsverfahren von Studienleistungen und -abschlüssen konnten verbessert werden. Vom laufenden Jahr an erhalten alle Hochschulabsolventinnen und -absolventen automatisch ein Diploma Supplement, das über die Studieninhalte informiert". Bei fast zwei Dritteln der Bachelor- und Master-Studiengänge werde das europäische Leistungspunktesystem ECTS angewendet. Darüber hinaus könne Deutschland im Bereich der Qualitätssicherung auf die erfolgreiche Etablierung eines nationalen Akkreditierungssystems verweisen, das die Erfüllung von Mindeststandards bei den neuen BA/MA-Studiengängen sicherstelle, so Bulmahn weiter.

Mit der Ausarbeitung eines nationalen Qualifikationsrahmens gehört Deutschland nach England, Schottland, Irland und Dänemark zu den ersten Bologna-Staaten, die auf nationaler Ebene einen Rahmen vergleichbarer Hochschulabschlüsse entwickelt haben, der sich an Lernergebnissen orientiert.

Bulmahn und Erdsiek-Rave abschließend: "All das trägt dazu bei, den deutschen wie den europäischen Hochschulraum attraktiver zu machen und unerlässliche Mobilität zu fördern. Von der nächsten Bologna-Konferenz in Bergen müssen weitere Impulse ausgehen, die zu einer Vertiefung .des Reformprozesses führen."


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