Bundesweit kürzeste Studienzeiten an Bayerns Universitäten

Studierende an Bayerns Universitäten schließen ihr Studium schneller ab als jene aller anderen Bundesländer. Dies teilte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel am Donnerstag in München mit.

17.11.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Im Durchschnitt machen Bayerns Studierende ihren Abschluss nach 11 Semestern Studiendauer. Sie liegen damit um mehr als ein Semester unter dem Bundesschnitt. "Studierende sind unser großes Kapital. Die Verbesserung der Lehre ist ein hochschulpolitisches Hauptanliegen", unterstrich Goppel. "Wir werden deshalb mit Nachdruck weiter alles daran setzen, die Qualität der Lehre zu verbessern und die Studienzeiten noch weiter zu verkürzen", so der Minister.

In den nächsten 10 Jahren bilden die Hochschulen die letzte zahlenmäßig starke junge Generation aus, bevor sich der Geburtenrückgang bemerkbar macht. Jahr für Jahr, so auch in dem eben begonnenen Wintersemester, steigt die Zahl der Studierenden. "Für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands ist es von maßgeblicher Bedeutung, dass diese jungen Menschen eine möglichst optimale Ausbildung erhalten und sich die Situation der Lehre an unseren Hochschulen weiter verbessert", sagte Goppel. "Besonders wichtig ist der Einsatz von Tutoren, den der Freistaat mit jährlich über 2,9 Mio. Euro unterstützt", so der Minister. Zu einer Stärkung der Lehre werde auch das neue Hochschulrecht mit einer Neustrukturierung des Lehrangebots beitragen.

Einer deutlichen Verbesserung der Lehre dienen Studienbeiträge, die Bayern ab dem Sommersemester 2007 erheben wird. Die Erträge aus den Studienbeiträgen sollen als zusätzliche Mittel zweckgebunden für die Verbesserung der Studienbedingungen eingesetzt werden. "Studienbeiträge bringen für die Studierenden einen echten Mehrwert in ihrer Ausbildung, indem sie die Ausbildungssituation signifikant verbessern", betonte Goppel. Jeder Studierende profitiere unmittelbar von mehr Kleingruppenveranstaltungen, einer intensiveren Studienberatung, mehr Tutorien, mehr Korrekturassistenten, einer besseren Betreuung durch zusätzliches qualifiziertes Personal, mehr Lehrbeauftragten (z.B. für Fachsprachenausbildung, Vermittlung von Schlüssel¬qualifikationen), mehr Exkursionen und Projektpraktika, einer besseren Ausstattung von Bibliotheken, längeren Öffnungszeiten, einem verbesserten EDV-Angebot, dem Ausbau von Leihgerätepools, der Schaffung moderner Lernstrukturen sowie einer verbesserten und moderneren Laborausstattung und Studienliteratur.


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