Conrad und Ahnen: Chancen für Forschung und Wirtschaft durch Hocheffizienztechnologie

Um die energie- und klimaschutzpolitischen Herausforderungen zu meistern, ist eine noch engere Kooperation von Forschung und Wirtschaft notwendig. Umwelt- und Wissenschaftsministerium hatten deshalb heute zu einer Tagung über "Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energien" im ZDF-Kongresszentrum eingeladen, auf der Vertreter aus Wissenschaft und Wirtschaft die Chancen der Zusammenarbeit in diesen Bereichen diskutierten. Expertinnen und Experten tauschten sich darüber aus, wie sie gemeinsam von mehr und besseren Forschungskooperationen profitieren können.

26.11.2007 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur, Rheinland-Pfalz

"Rheinland-Pfalz stellt sich den Herausforderungen des weltweiten Klimawandels und der Sicherung der Energieversorgung. Durch Energieeinsparung, mehr Energieeffizienz und die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien wollen wir diese Herausforderungen meistern", betonten Umweltministerin Margit Conrad und Wissenschaftsministerin Doris Ahnen bei der Eröffnung der Tagung. Wichtig dabei sei, die interdisziplinäre Zusammenarbeit sowohl innerhalb der Wissenschaft, als auch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu verstärken. "Wissenschafts- und Technologietransfer fördern heißt Brücken bauen von der Idee zum Produkt", so die beiden Ministerinnen. "Wir wollen die Zusammenarbeit untereinander im Sinne einer Netzwerkstrategie fördern. Wir werden gezielt die Forschungs- und Entwicklungsarbeit zu Energietechnologien und zum Klimawandel an unseren rheinland-pfälzischen Hochschulen unterstützen."

"Energieeffiziente Produkte und Erneuerbare Energien ´Made in Rheinland-Pfalz´ sind heute weit über die Landesgrenze bekannt. Innovative rheinland-pfälzische Unternehmen zählen in diesen Märkten zu den internationalen Technologieführern." Dies gelte, so Conrad, für Wind- und Solarenergie, die Geothermie oder den baulichen Wärmeschutz. "Wir haben leistungsfähige und wachstumsstarke Unternehmen, die die zurzeit größten Photovoltaikanlagen der Welt in Deutschland und Südeuropa errichten. Wir haben innovative Unternehmen, die sich mit Technologien der Bioenergien erfolgreich auf den europäischen Märkten bewegen. Windkraftanlagen aus Rheinland-Pfalz werden unter anderem in Nordafrika, Japan und China aufgebaut. Wir wollen dazu beitragen, diese hervorragende Position zu behaupten und auszubauen", so Umweltministerin Conrad.

Eine nachhaltige Strategie für den Klimaschutz setze einen breiten Ansatz in der Forschungs- und Technologiepolitik voraus, unterstrich Bildungs- und Wissenschaftsministerin Doris Ahnen. "Nötig ist die Mobilisierung aller naturwissenschaftlich-technischen Ressourcen und nicht nur der Forschungsbereiche, die sich im engeren Sinne mit Klima und Energie beschäftigen. Fast alle klassischen Themen aus dem Maschinenbau, der Elektrotechnik, den Informationstechnologien, der Chemie und Biotechnologie, der Materialwissenschaften, der Mathematik und der Computersimulation – um nur einige Bereiche zu nennen – sind da gefragt", sagte Doris Ahnen. In Rheinland-Pfalz werde dieser Ansatz verfolgt und zudem besonderer Wert auf einen schnellen Transfer von der Forschung zur Anwendung gelegt.

Mit der Fachhochschule und der Transferstelle Bingen (TSB), dem Umweltcampus Birkenfeld (UCB) und dem Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS), der Universität und der Fachhochschule Kaiserslautern und der Effizienz-Offensive Rheinland-Pfalz (EOR), der Universität Mainz und dem Institut für geothermisches Ressourcenmanagement (IGeM) verfüge Rheinland-Pfalz über leistungsfähige wissenschaftliche Kompetenz, so die Wissenschaftsministerin. Das Land setze sich

auch weiterhin für eine effiziente Bündelung der Kräfte von Wissenschaft und Wirtschaft ein. "Kooperationen und Gemeinschaftsprojekte werden dabei besonders stark gefördert", betonte Doris Ahnen.

Umwelt- und Wissenschaftsministerium unterstützen die Energieforschung und die Weiterentwicklung in den Energietechnologien mit institutioneller Förderung und gezielter Projektförderung. Beide Ministerien haben Energieforschung in den zurückliegenden Jahren mit rund 2 Millionen Euro im Jahr unterstützt. In den nächsten fünf Jahren wird allein das Umweltministerium mit 20 Millionen Euro mit Unterstützung der Europäischen Union die Bereiche der anwendungsnahen Forschung, Entwicklung und Innovation fördern.


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