Das KIT geht an den Start - Fusion von Universität und Forschungszentrum Karlsruhe am 1. Oktober vollendet

Ab dem 1. Oktober 2009 ist es offiziell: Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nimmt als neu errichtete eigenständige Körperschaft des öffentlichen Rechts seinen Betrieb auf. Die Universität Karlsruhe wird kraft Gesetzes zu diesem Zeitpunkt in die neue Körperschaft überführt. Gleichzeitig gehen Vermögen und Personal des bisherigen Forschungszentrums Karlsruhe in die Obhut des KIT. Vorstand und Aufsichtsrat sind ebenfalls zum 1. Oktober bestellt, der Senat ist gewählt.

30.09.2009 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

Der baden-württembergische Wissenschaftsminister Professor Dr. Peter Frankenberg sagte: "Heute öffnen wir ein neues Kapitel in der Geschichte der deutschen Wissenschaftspolitik. Bislang forschen und lehren Universitäten und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen nebeneinander. Aus diesem ´Nebeneinander` haben wir gemeinsam mit dem Bund und auf Initiative der beiden Einrichtungen ein ´Miteinander` gemacht, indem wir Universität und Forschungszentrum zu einer Einheit verschmolzen haben. Diese Einheit ist mehr ist als die Summe ihrer Teile."

"Mit der neuen Struktur des KIT wollen wir auf internationalem Niveau wissenschaftliche Exzellenz fördern und forschungshemmende Grenzen überwinden", sagte Bundesforschungsministerin Dr. Annette Schavan. "Bund und Land setzen mit dieser rechtlichen Konstruktion konsequent auf das Prinzip der Eigenverantwortung. Das KIT ist damit auch Vorreiter für die Wissenschaftsfreiheit. Wir wollen Voraussetzungen für größere Freiräume schaffen – unter anderem bei Haushalt, Personal, Bau und Beschaffung."

Mit dem 1. Oktober beginnt auch die Amtszeit der Mitglieder des Vorstands, des Aufsichtsrats und des Senats. Zu Vorstandsvorsitzenden hat der Wissenschaftsminister im Einvernehmen mit der Bundesministerin für Bildung und Forschung Professor Dr. Eberhard Umbach und Professor Dr. Horst Hippler ernannt. Weitere Vorstandsmitglieder sind die Professor Dr.-Ing. Detlef Löhe, Herr Dr.-Ing. Peter Fritz und Herr Dr. Alexander Kurz. Ein Vorstandmitglied für Personal wird noch hinzu kommen. Dem elfköpfigen Aufsichtsrat gehört Professor Dr. Jürgen Mlynek (Helmholtz-Gemeinschaft) als Vorsitzender an. Auch er wurde - wie alle Mitglieder des Aufsichtsrats - vom Wissenschaftsminister ernannt. "Das KIT ist pünktlich zum Start des Wintersemesters in vollem Umfang errichtet und kann mit hervorragend besetzten Organen und Gremien seine Arbeit aufnehmen", sagten Schavan und Frankenberg.

Frankenberg bekräftigte die wegweisende Bedeutung des KIT für Region, Land und Bund: "Das KIT steht in der Region Karlsruhe für Innovation und Wachstum. Mit über 7000 Mitarbeitern ist es einer der größten Arbeitgeber in der gesamten Region. Das KIT kann sich in den kommenden Jahren zu einer der weltweit führenden Institutionen in Forschung, Lehre und Innovation in den Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie in der Energieforschung entwickeln", so der Minister.

Anhang:
Der neue Aufsichtsrat des Karlsruher Instituts für Technologie

  • Staatssekretär Dr. Dietrich Birk
    Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg

  • Frau Dr. Christine Hohmann-Dennhardt
    Richterin am Bundesverfassungsgericht

  • Herr Dr. Andreas Kreimeiyer
    Mitglied des Vorstands der BASF

  • Frau Susanne Kunschert
    Mitglied der Geschäftsleitung der Pilz GmbH & Co. KG, Ostfildern

  • Staatssekretär Prof. Dr. Frieder Meyer-Krahmer
    Bundesministerium für Bildung und Forschung

  • Professor Dr. Jürgen Mlynek (Vorsitz)
    Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

  • Prof. Dr. Ferdi Schüth
    Max-Planck-Institut für Kohleforschung, Mülheim / Ruhr

  • Herr Dipl.-Ing. Stefan Quandt
    Unternehmer

  • Prof. Dr. Johanna Stachel
    Universität Heidelberg

  • Herr Professor Dr. Jürgen Troe
    Leiter Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, Göttingen

  • Herr Dr. Dieter Zetsche
    Vorsitzender des Vorstands der Daimler AG


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