Demenzzentrum in Bonn – Magdeburger Neurowissenschaften in privilegierter Partnerschaft

Bonn wird Standort für das neue Helmholtz-Zentrum für Demenzforschung, teilte Bundesministerin Dr. Annette Schavan heute mit.

11.03.2008 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Zu den sechs erfolgreichen Bewerbungen als Partnerinstitute gehört auch das aus Landesmitteln geförderte Exzellenznetzwerk des Leibniz-Instituts für Neurobiologie Magdeburg und der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität. Die Magdeburger Neurowissenschaftler werden damit neben Forschungsinstituten aus München, Göttingen, Heidelberg und Tübingen, Rostock/Greifswald sowie künftig auch Dresden in privilegierten Partnerschaften mit dem Demenzforschungszentrum zusammenarbeiten.

Kultusminister Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz erklärte, er freue sich sehr über die Entscheidung der Bundesforschungsministerin, Magdeburg als Partnerstandort für das neue Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen zu benennen. "Das zeigt, dass es richtig war, die Spitzenforschung in Sachsen-Anhalt durch die Landes-Exzellenzoffensive gezielt auszubauen und entsprechende Schwerpunkte und Standortprofile zu bilden, die sich jetzt zunehmend im Forschungswettbewerb behaupten", so Olbertz.

Die Demenzforschung sei "eines der wichtigsten medizinischen Forschungsgebiete und klinischen Aufgabenfelder der Zukunft, nicht zuletzt angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland".

Die Otto-von-Guericke-Universität und das Leibniz-Institut für Neurobiologie in Magdeburg sind führend auf den Gebieten Kognitionsforschung und Neuroplastizität. Beide Einrichtungen hatten ein Konzept zur Errichtung eines Magdeburger Instituts für Demenzforschung (MID) als Partnereinrichtung des Deutschen Demenzzentrums eingereicht. Dieses Konzept ist von den Gutachtern sehr positiv bewertet worden. Das Engagement Sachsen-Anhalts für die Neurowissenschaften am Standort Magdeburg wurde als Zeichen kluger Forschungspolitik hervorgehoben.

"Mit kognitiver Hirnforschung und Neuromodulation auf internationalem Spitzenniveau bringt dieser Standort ein ganz wesentliches Gebiet in den Verbund mit ein. Hier zeichnet sich eine attraktive Partnerschaft zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft, der Leibniz-Gemeinschaft und der Universität ab", begründete die Bundesministerin die Partnerschaft Magdeburgs.

Kultusminister Olbertz beglückwünschte alle am Erfolg beteiligten Forscherinnen und Forscher der beiden Einrichtungen, insbesondere Prof. Dr. Henning Scheich vom Leibniz-Institut, Prof. Dr. Hans-Jochen Heinze auf Seiten der Medizinischen Fakultät der Otto-von-Guericke-Universität sowie Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann.


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