Der erste "Tag der Lehre" rückt die Bedeutung eines guten Lehrangebotes an den rheinland-pfälzischen Hochschulen in den Blickpunkt

Die Qualität und Leistungsfähigkeit rheinland-pfälzischer Hochschulen im Bereich der Lehre transparent zu machen und voranzubringen, ist das Anliegen des "Tags der Lehre", den das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur zu einer Dauereinrichtung machen möchte. An der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz fand heute die Premiere statt.

24.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)

"Zahlreiche Ansätze und Initiativen, über die heute am ersten 'Tag der Lehre' in Rheinland-Pfalz berichtet wird, zeigen, dass sich die Hochschulen des Landes als lernfähige Organisationseinheiten verstehen, die im Ganzen oder in ihren Untereinheiten das Ziel einer qualitätsvollen Lehre verfolgen", sagte Wissenschaftsminister Professor Dr. E. Jürgen Zöllner in seinem Eröffnungsvortrag.

Der "Tag der Lehre" ermögliche einen Austausch der Hochschulen untereinander und eine Standortbestimmung. "Ich möchte die Hochschulen auffordern, Evaluation und Qualitätssicherung zur Selbstverständlichkeit werden zu lassen und damit zum Bestandteil der allgemeinen wissenschaftlichen Kultur", so der Minister.

Er verwies darauf, dass in diesem und im nächsten Jahr im Rahmen des Hochschulprogramms "Wissen schafft Zukunft" insgesamt 5,7 Millionen Euro zusätzlich in die gezielte Verbesserung der Lehrangebotes flössen. Mit diesem Geld unterstütze das Land die Hochschulen bei der Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge, stärke sie im Bereich Multimedia und e-learning und fördere die Reform der Lehrerausbildung.

Hinzu kämen weitere rund 1,7 Millionen Euro, die gezielt für die Profilbildung in der Lehre eingesetzt würden. Darunter falle die Förderung dualer Studiengänge, ein Exzellenzprogramm in der Lehre und ein landesweiter Wettbewerb, mit dem das beste Lehrkonzept in jedem Studiengang prämiert werden solle. Nicht weniger bedeutsam im Hinblick auf eine qualitätsvolle Lehre sei die spürbare Anhebung des Niveaus der Grundausstattung, die sich unter anderem in einer verbesserten Personalausstattung bemerkbar machen werde.

"Mein Ziel ist es, den an vielen Orten schon begonnenen Prozess weiter voranzutreiben und auch auf die Fächer auszudehnen, die bisher nicht im Zentrum von Bemühungen der Qualitätssicherung standen. Weitere Tagungen dieser Art werden es ermöglichen, sich über den Fortschritt ihrer Arbeit gegenseitig zu informieren und die Anregungen und Erfahrungen der Anderen für die eigene Hochschule nutzbar zu machen", erklärte Zöllner.

In seinem Grußwort zu Beginn der eintägigen Veranstaltung würdigte der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Jörg Michaelis, den "Tag der Lehre" als eine gute Gelegenheit, die Bedeutung von Qualität in Studium und Lehre in den Blickpunkt zu rücken: "Den Studierenden qualitativ gute Bedingungen für ihr Studium zu bieten, gehört zu den Kernaufgaben einer jeder Universität, und hier sehen wir uns in einer doppelten Verantwortung. Einerseits den Studierenden gegenüber, um ihnen mit einer optimalen Ausbildung eine hervorragende Basis zum Start ins Berufsleben zu bieten. Aber auch der Gesellschaft gegenüber, da die Studierenden von heute die Führungskräfte und Entscheidungsträger von morgen sind", sagte Michaelis.


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