Vergleich

Deutsche Hochschulen schneiden im globalen Ranking gut ab

Der im September vom internationalen Hochschulranking U-Multirank veröffentlichte neueste Datenvergleich zu weltweit fast 2.000 Hochschulen zeigt, dass europäische Universitäten, die grenzüberschreitend und mit der Wirtschaft kooperieren, besser abschneiden als solche, die dies nicht tun.

05.10.2021 Bundesweit Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag
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Gut ausgebildete Hochschulabsolventeninnen und -absolventen auch mit Auslandserfahrung und Fremdsprachenkenntnissen sind unverzichtbar für die betriebliche Fachkräftesicherung und die Exportnation Deutschland. Vom Technologietransfer und der personellen Kooperation zwischen Unternehmen und Hochschulen profitieren beide Seiten. Zur Analyse der Zusammenarbeit hat U-Multirank einen neuen „Kooperationsindex" mit sieben Aspekten berücksichtigt: Strategische Partnerschaften, internationale gemeinsame Abschlüsse, Praktika, internationale Co-Publikationen mit Industriepartnern, regionale Co-Publikationen und Co-Patente mit der Industrie. Dieser Index zeigt zwei Haupttrends:

  • Hochschuleinrichtungen, die mit Unternehmen, Wirtschaftsbranchen, Regierungen, regionalen Gremien oder grenzüberschreitend zusammenarbeiten, schneiden im Allgemeinen besser ab als solche, die weniger auf Kooperation ausgerichtet sind;
  • Hochschulen in der EU kooperieren im Vergleich zu anderen Weltregionen intensiver, insbesondere in den Leistungsbereichen Lehre und Lernen, Forschung, Wissensaustausch und Internationalisierung.

Eine regionale Aufschlüsselung zeigt, dass Universitäten in der EU in fast jeder Kategorie des Kooperationsindexes gut abschneiden: Die EU-Hochschulen unter den ersten 100 des U-Multirank-Kooperationsindexes haben fast viermal so viele gemeinsame Studiengänge wie Nicht-EU-Universitäten und sind auch erfolgreicher bei der grenzüberschreitenden studentischen Mobilität ins Ausland und aus dem Ausland.

Die differenzierten Daten von U-Multirank zeigen auch die positiven Effekte von Kooperation in verschiedenen Leistungsbereichen. So sind die Top-Hochschulen im U-Multirank Kooperations-Index erfolgreicher darin, ihren (Master-) Absolventen einen Abschluss innerhalb der Regelstudienzeit zu ermöglichen (82 Prozent aller Absolventen im Vergleich zu 72 Prozent an allen Hochschulen). An den Hochschulen mit den höchsten Kooperationswerten gründen Absolventen häufiger Firmen (32 pro 1.000 Absolventen im Vergleich zu 17 an allen Hochschulen).

Deutsche Universitäten und Hochschulen erreichten acht Plätze auf den „globalen Top 25 Performers"-Listen: Es handelte sich um drei Hochschulen für angewandte Wissenschaften für Co-Publikationen mit Partnern aus der Industrie (Technische Hochschule Ingolstadt, Hochschule Mannheim University of Applied Sciences Mannheim und Hochschule Pforzheim – Gestaltung, Technik, Wirtschaft und Recht) und vier private Hochschulen für die Studierendenmobilität (International School of Management (ISM), Kühne Logistics University, Munich Business School und WHU – Otto Beisheim School of Management.


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