Bayern

Deutschlandstipendium mit 867 Studenten 2011 gestartet

2011 wurden in Bayern 867 Studierende in Bayern mit dem neuen Deutschlandstipendium gefördert. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, studierten etwa zwei Drittel (65,6 Prozent) der so Geförderten an Universitäten. Etwa die Hälfte der Deutschlandstipendien (49,4 Prozent) wurde an Studentinnen vergeben.

03.04.2012 Pressemeldung

Nach dem Gesetz zur Schaffung eines nationalen Stipendienprogramms werden seit dem Sommersemester 2011 sogenannte Deutschlandstipendien an besonders begabte Studierende vergeben. Bei der Vergabe können die Hochschulen auch gesellschaftliches Engagement, die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen oder besondere soziale, familiäre oder persönliche Umstände berücksichtigen. Das Stipendium in Höhe von monatlich 300 Euro wird zur Hälfte vom Bund finanziert. Die andere Hälfte werben die Hochschulen bei privaten Mittelgebern wie Unternehmen, Stiftungen oder privaten Spendern ein. Für das Startjahr 2011 wurde eine Höchstquote von 0,45 Prozent der Studierenden festgelegt, das entspricht in Bayern etwa 1 200 Studierenden. 2012 können bis zu 1 Prozent und langfristig bis zu 8 Prozent aller Studierenden in den Genuss des Deutschlandstipendiums kommen, sofern sie nicht an Hochschulen in Trägerschaft des Bundes sowie an Verwaltungsfachhochschulen immatrikuliert sind.

Insgesamt erhielten 2011 an Bayerns Hochschulen 867 Studierende Deutschlandstipendien. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, handelte es sich bei knapp der Hälfte der Geförderten (49,4 Prozent) um Studentinnen. Zwei Drittel der Deutschlandstipendien wurden von Universitäten (569 oder 65,6 Prozent), ein Drittel (288 oder 33,2 Prozent) von Fachhochschulen vergeben. An Kunsthochschulen studierten 10 Stipendiaten.

430 oder 49,6 Prozent der mit Deutschlandstipendien Geförderten studierten Fächer der Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Im Vergleich dazu waren im Sommersemester 2011 in Bayern 37,4 Prozent der 271 063 Studierenden (ohne Universität der Bundeswehr und ohne Fachhochschule für öffentliche Verwaltung und Recht) in diesen Fächern eingeschrieben. Die Ingenieurwissenschaften stellten sich mit 27,2 Prozent bei den Stipendiaten und 19,5 Prozent bei den Studierenden für die privaten Förderer als besonders attraktiv heraus. Der Anteil der Geförderten in der Fächergruppe Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften entsprach mit 28,1 Prozent in etwa dem Anteil der Studierenden in dieser Fächergruppe an der Gesamtstudierendenzahl (29,9 Prozent). Studierende der Sprach- und Kulturwissenschaften (102 oder 11,8 Prozent) waren unter den Deutschlandstipendiaten nicht so stark vertreten, verglichen mit ihrem Anteil an der Studentenschaft (20,0 Prozent).

142 Empfänger des Deutschlandstipendiums (16,4 Prozent) hatten ihr Fachstudium gerade begonnen, weitere 8,7 Prozent befanden sich im zweiten Fachsemester. Sechs oder mehr Fachsemester wiesen 185 (21,3 Prozent) mit Deutschlandstipendien Geförderte auf.


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